Autohaus Swoboda

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Das Autohaus Swoboda, ehemals Autohaus Schweiberer, ist ein Unternehmen in der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee.

Geschichte

Die Geschäftsführer starben 2015 kurz vor Weihnachten. Doch die Mitarbeiter gaben nicht auf. Und behielten ihre Jobs trotz Konkurs.

Es war ein Schicksalsschlag. Silvia und Franz Schweiberer starben im Winter 2015 innerhalb wenige Wochen an Krebs. Die beiden hatten gemeinsam das Autohaus Schweiberer aufgebaut: Neun Mitarbeiter trauerten um ihre Chefs. Gleichzeitig wollten sie nicht aufgeben, sagt Kundenbetreuer Manfred Zipperle. "Vor 20 Jahren stellten mich die beiden ein. Ich habe das Lebenswerk gemeinsam mit ihnen aufgebaut. Ich will hier in Pension gehen. "

Zipperle tritt daraufhin von 18. Dezember 2015 bis 18. Juli 2016 als Notgeschäftsführer ein. Der Betrieb blieb offen, jedoch aufgrund eines Konkurses konnte das Autohaus Rechnungen nur mehr in bar bezahlen. Zipperle überzeugte die Masseverwalterin dennoch, das Unternehmen nicht zu schließen: "Wir konnten kostendeckend arbeiten." Der Autoverkauf war wegen der benötigten Barzahlung schwierig, die Reparaturen in der Werkstatt finanzierten aber die Löhne der Mitarbeiter.

Für Zipperle war die Entscheidung, sich als Notgeschäftsführer zur Verfügung zu stellen, keine schwere. "Ich war gewerblicher Geschäftsführer und habe mich zudem mit dem Rechtsanwalt beraten." Die Mitarbeiter standen voll hinter ihm. Es habe keine Diskussion gegeben, sie wollten nicht aufhören. Die Mitarbeiter wollten den Standort auf jeden Fall halten. "Wir sind alle in einem Boot gesessen. Wir brauchten nur jemand, der rudert."

Die Masseverwalterin suchte nach einen Investor, Zipperle gab sein Urteil ab. Er sei bei den Gesprächen nicht immer gut drauf gewesen. Bei manchen Angeboten wurde schnell klar, dass der Investor das Geschäft nicht weiterführen wollte.

Am 18. Juli gab das Autohaus bekannt, dass es künftig Swoboda heißen wird. Die Trawöger Group hat die Geschäftsführung übernommen. Der Konzern betreibt nun sechs Autohäuser in Oberösterreich und Salzburg. Zweimal die Woche kommt der neue Chef vorbei, etwa um Rechnungen abzuzeichnen. "Das ist wichtig, dann können wir einiges besprechen", sagt Zipperle.

Die Kunden hätten die Übernahme ganz gut angenommen, sagt der Kundenberater. "Dadurch, dass wir offen lassen konnten, konnten wir ein Großteil der Kunden halten."

Quelle