Burg Gruttenstein

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Die Burg Gruttenstein bei Bad Reichenhall

Die Burg Gruttenstein ist eine Wehranlage in der bayerischen Kurstadt Bad Reichenhall.

Lage

Sie befindet sich auf dem Gruttenstein, der sich über der Stadt Bad Reichenhall im Bereich der Alten Saline erhebt.

Geschichte

Die wohl bereits im 12. Jahrhundert errichtete Befestigung diente den Hallgrafen als Wohnsitz und wurde 1196, ebenso wie Reichenhall selbst, vom Salzburger Erzbischof Adalbert III. von Böhmen zerstört. Aber bereits 1218 ließ der Baiernherzog 1218 die Burg gegen den Willen des Erzbischofs, der mehrmals die Schleifung der Anlage forderte (und sogar Recht bekam), wieder aufbauen. Sie diente dann als Amtssitz des herzoglich-bayerischen Beamten, der von dort das Pfleggericht von Reichenhall verwaltete.

1585 und 1644 brannte sie und beide Male wurde sie wieder errichtet. Erstmals 1702 zog für kurze Zeit Militär in die Burg ein und am 6. März 1819 wurde Gruttenstein Garnison und Reichenhall Garnisonsstadt: 172 Mann der 1. Kompanie des 1. Bayer. Jägerbataillon aus Burghausen zogen hier ein und waren bis 1866, also 47 Jahre, hier stationiert. Der schlechte Zustand der Anlage führte zur Auflösung der Garnison.

1870 erfolgte zwecks Nutzung als Lazarett eine Teilrenovierung; daher rührt auch der Name "Lazarettstöckl" für den Teil rechts des Eingangs.

Um 1912 wurde Wohnungen in der Burg eingerichtet, vor allem für die Salinenarbeiter, die nach Auflösung der Traunsteiner Saline zur Saline Reichenhall versetzt wurden.

1965 kam es zu einer umfassenden Renovierung, 1995 entstanden nach einer weiteren Restaurierung moderne Wohnungen in der Anlage. Seit 2002 ist Burg Gruttenstein im Privatbesitz und umfangreiche Restaurationen sind seither durchgeführt worden. Der neue Besitzer möchte die Burg wieder auf den ehemaligen, historischen Stand bringen.

Heute wird die Burg auch bei Veranstaltungen der Öffentlichkeit zugängig gemacht.

Weblinks

 Burg Gruttenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quelle