Burgruine Edenvest

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Ruine Edenvest 01.jpg

Die Burgruine Edenvest (auch Edenfest geschrieben bzw. Leonstein, Lewenstein oder Grubererschlössl genannt) ist die Ruine einer Felsenburg in der Lungauer Gemeinde Thomatal. Sie ist denkmalgeschützt.

Geschichte

Edenvest ist die erste urkundlich erwähnte Burg des Lungaus. 1147 wurden Schenkungen im Lungau genannt, von diesen wird explizit die Burg Lewenstein ausgenommen. Die nächste Nennung von Lewenstein stammt erst aus dem Jahre 1299. Damals hat Heinrich von Guetrat alle seine salzburgischen Besitzungen dem Erzbischof Konrad übertragen und von diesem wieder als Lehen erhalten. In einem Lehensbrief, der dem Eberhard von Moosham um 1467 ausgestellt wird, ist nur mehr von der öden Vest die Rede. Die Burg war schon damals zur Ruine geworden. Wahrscheinlich wurde sie von den Salzburger Erzbischöfen aufgegeben, da sie als Verwaltungssitz nicht mehr benötigt wurde, da die Verwaltung von Gmünd aus erfolgte.

Die Festung heute

Am linken Ufer des Bundschuhbachs liegen auf einem heute dicht bewaldeten Felsenkopf die Reste der Burg Edenvest. Die Anlage ist von Norden aus zugänglich. Ein Teil der Burganlage ist durch Unterwaschungen des Bundschuhbaches abgestürzt. Noch vorhanden ist der Burggrabenen im Westen, über den der Zugang zur Burg erfolgte. Nach dem Graben folgen zwei tiefe Halsgräben. Hinter dem zweiten Halsgraben steigt der Felssporn steil an und bietet Raum für einen ca. 25 Meter langen und acht Meter breiten Burgplatz, der vermutlich von einer Ringmauer umgeben war. Mehrere Schichten grob behauener Steinquader sind bis zu einer Höhe von einem Meter erkennbar. An der Nordseite sind Reste der Umfassungs- und Stützmauer vorhanden. An der Nord-Ost-Ecke steht noch, direkt über dem Abgrund, eine stark abgerundete Ecke von drei Metern Höhe.

Durch die Salzburger Landesregierung erfolgten 19981999 archäologische Grabungen in Edenvest. Die Burgruine Edenvest kann ganzjährig besichtigt werden.

Quelle