Domkrypta

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Die Domkrypta in der heutigen Form besteht erst seit der Wiedereröffnung des Salzburger Domes im Jahr 1959.

Geschichte

Bevor die heutige Unterkirche der Allgemeinheit zugänglich war, gab es nur am Boden des Domes aus zu öffnende Grüfte (ähnlich wie in den Seitenkapellen zu sehen). Man hatte sie zur Bestattung der Salzburger Erzbischöfe genutzt. Durch einen Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg stürzte die Kuppel ein. Dabei wurden auch diese Grüfte und der gesamte Bodenbereich unter der Kuppel zerstört. Bei den Aufräumarbeiten kamen dann Fundamente und Mauerreste der Vorgängerbauten des barocken Domes ans Tageslicht. Man entschied sich für das Einziehen einer Betondecke, um darunter eine begehbare Krypta zu schaffen.

Die Krypta

Die Krypta war der Ort der Begräbnisstätten der verstorbenen Salzburger (Fürst)Erzbischöfe. Seit 1619, dem Todesjahr des Fürsterzbischofs Markus Sittikus von Hohenems, dem Bauherr des Domes, sind mit wenigen Ausnahmen alle verstorbenen Salzburger (Fürst-)Erzbischöfe in der Krypta, bzw. in den davor vorhandenen gewesenen Grüften, bestattet worden.

Eine der verschiedenen Räume wurde als Kapelle eingerichtet, in der Gottesdienste gefeiert werden können. Der Stiegenabgang wurde in den 1990er Jahren an den heutigen Ort verlegt. So konnte dann eine sogenannte "Anbetungskapelle" entstehen, in der von den Gläubigen das Allerheiligste Altarsakrament angebetet werden kann.

Bei Grabungsarbeiten am Residenzplatz in den Jahren 1956 bis 1958 wurde die Chorkrypta des 1598 abgebrochenen spätromanischen Domes freigelegt. Dann aber geriet diese Freilegung über die Jahre in Vergessenheit. Erst 2009 wurden dann die beiden Krypten mit einem Verbindungsgang durch das Außenfundaments des barocken Domes zusammengeschlossen.

Öffnungszeiten

Die Domkrypta ist Montag bis Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr und an Sonn- und kirchlichen Feiertagen von 13:00 bis 17:00 Uhr für Besucher geöffnet. Während der Gottesdienste und Konzerte im Dom ist die Krypta geschlossen.

Quelle