Gangl (Hallein)

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Als Gangl (auch Gangelen [siehe Quelle]) bezeichnet man in der Tennengauer Bezirksstadt Hallein die verwinkelten Verkürzungen der Wege.

Geschichte

Urkundlich nicht genannt, aber eine Art Wahrzeichen der Stadt, sind die Gangln, die von der Salzach durch ein Gäßhen auf den Kornsteinplatz, von dort schmal zwischen den Häusern auf den Schöndorfer Platz führen und nach links durch das Stadtrichterhaus auf den Dürrnberger Weg, rechts hinter der Khuenburggasse gegen die Bannwaldleiten durch hallenartige Räume, im Volksmunde die „Katakomben" genannt, bis zum Riedlergarten hinaufführen.

Ein zweites Gangl führt von der Metzgergasse (Reuschen), hinter den knapp an der Salzach liegenden Häusern zur Stadtbrücke.

Ob diese Gängeln ein Entweichen bei Feuersgefahr oder vor feindlichen Einfällen ermöglichen sollten, ist nicht bekannt. 1809 sollen die Landesverteidiger sie benützt haben, um vor den eindringenden Franzosen über den Dürrnberg zu flüchten.

Ausstellung

Im Rahmen der Sonderausstellung Typisch Hallein im Keltenmuseum in Hallein im Jahr 2012 wurde das Bild Schmiederergangl gezeigt, die direkte Verbindung vom Schöndorfer Platz zum Kornsteinplatz.

Quellen

  • Wagner, H. F: Topographie von Alt-Hallein in: MGSLK 55, 1915, S. 1-44 (online)