Hoch und Heilig

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Titelbild Buch Hoch und Heilig

Buchtipp Hoch und Heilig - Begegnungen von Menschen und Geistern am Untersberg

Autor: Rainer Limpöck
Verlag: Anton Plenk, Berchtesgaden
Erscheinungsjahr: 2013
ISBN 978-3-940141-99-0

Beschreibung

Die Licht- und Schattenseiten des heiligen Untersberges spiegeln eine in Vergessenheit geratene Anderswelt wider. Der heutige Wanderer begegnet wieder den mythischen Wesen. In der Seele eines großen Berggeistes erkennt er sich selbst und die Wunder der Natur. Die Wiederverzauberung der Welt beginnt an diesem Berg der Berge.

Rezension 1

Grundkenntnisse von und etwas Glauben an Schamanismus setzt dieses Buch schon voraus

Wer dieses Buch lesen möchte, der sollte den Untertitel ernst und als Inhalt nehmen. Dann liegt er beim Lesen richtig: es geht um nicht erklärbare Phänomene am für Schamanen heiligen und für alle Menschen hohen Untersberg bei Salzburg.

Der Alpenschamane Limpöck berichten von eigenen Erlebnissen und ihm zugetragenen Erlebten. Nach dem Erscheinen seines zweiten Buches „Mythos Unterberg“ meldeten sich viele Menschen bei ihm, die ihm von eigenartigen Erlebnissen am Berg und zu dessen Füßen berichteten. Manche haben ihm Bilder zur Verfügung gestellt. Auf diesen kann man Steinwesen, Orbs, Lichtphänomene, ja sogar angeblich Ufo erkennen. Letzteres allerdings, ist selbst bei gutem Willen schwer zu glauben, zumal die Aufnahme aus großer Entfernung gemacht wurde, dass nur mehr einzelne Bildpunkte erkennbar sind (die eben nicht identifizierbar sind – „Unidentified flying objects“ – ufo). Eine aus der Gegend stammende Mythologin bringt eigene Erlebnisse ins Buch ein.

Limpöck widmet sich u.a. den Themen Totenzüge, Geistermetten, Hochzeit und Bestattung am Untersberg. Alois Irlmaier, ein berühmter bayrischer Hellseher wird in einem eigenen Kapitel vorgestellt. Limpöck geht den Geheimnissen der Zahl Zwölf, des Energiezentrums des Berges und seinen Heilkräften nach. Immer wieder dokumentieren Bilder Lichtphänomene und geografische Besonderheiten am Untersberg. Im letzten Kapitel geht es um Mutter Percht, die Weißen Frauen und deren möglicher Zusammenhang mit Halluzinationen von Extrembergsteigern in Höhen über 7 000 Metern sowie um Wildfrauen und Bergmandln.

Etwas schwer tue ich mir dem Kapitel über David Zwilling, dem Ski-Star, der zum Pilger und Visionär wurde. Allein schon das Bild mit fünf Bürgermeistern bei einer Einweihung eines der Sterne der Liebe von Zwilling im Marienheilgarten in Großgmain erscheint mir persönlich doch etwas mehr in Richtung Marketing als Schamanismus zu gehen. Die Oronite, in Kunstharz eingegossene Bergkristalle mit metallischen Teilen, die harmonisierende Wirkung auf Energiefelder haben sollen, lassen Zweifel in mir hochkommen. Auch, weil sie eigentlich optisch gar nicht in die Landschaft passen und – aus meiner Sicht – Fremdkörper darstellen, die Limpöck in seinem Buch „Mythos Untersberg“ gar so geißelt. Im Kapitel über „Mitternachtsberg oder Mittagsberg?“ kommt die Vermutung auf, der Untersberg wäre schon zur Zeit Jesus Christus als heiliger Berg im Nahen Osten bekannt gewesen. Wobei das Kapitel an sich sehr interessante Information enthält.

Ansprechende und aussagekräftige Bilder, gute Druckqualität, viele Beiträge von Menschen, die Erfahrungen mit eben Geistwesen am Untersberg gemacht haben, der einfache, unspektakuläre Schreibstil Limpöck’s und die vielen Rätseln, mit manchen Antworten und viel Ungelöstem, machen das Buch durchaus lesenswert. Vorausgesetzt, man ist dem Schamanismus nicht ganz abgeneigt und glaubt daran, dass in der Natur nichts ohne Leben und Seele ist. Übrigens, auch der katholische „Untersbergpfarrer“ Herbert Josef Schmatzberger aus Großgmain steht diesen Dingen aufgeschlossen gegenüber.

Rezension 2

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Quelle