David Zwilling

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David Zwilling

David Zwilling (* 24. August 1949 in Abtenau) ist ein ehemaliger Skirennläufer.

Karriere

David Zwilling stieg 1969 in den Ski-Weltcup ein und erreichte als 9. im Riesentorlauf von Adelboden seine ersten Punkte. Am 5. Jänner 1971 stand er als Dritter im Riesentorlauf von Berchtesgaden das erste Mal auf dem Podest, zwei Monate später feierte er im Riesentorlauf von Aare seinen ersten von zwei Weltcupsiegen - ebenfalls im Riesenslalom. Bei der Olympiade 1972 in Sapporo, Japan, reichte es im Riesenslalom und Slalom jeweils zu Rang sieben. Am 19. Dezember 1972 holte er seinen letzten Sieg im Weltcup in Madonna di Campiglio, Italien.

Seine Sternstunde erlebte David Zwilling bei der Ski-WM in St. Moritz, Schweiz, wo er am 9. Februar 1974 die Goldmedaille in der Abfahrt und einen Tag später auch noch Silber im Slalom gewann.

Kurz vor der Olympiade 1976 in Innsbruck kam David Zwilling bei der Abfahrt von Val d'Isere, Frankreich, zu Sturz, zog sich eine Bänderverletzung zu und beendete seine Karriere - im Alter von 26 Jahren.

Leben nach dem Skisport

David Zwilling ist verheiratet mit Margarethe, hat zwei Kinder (Mike und Patricia) und lebt in Voglau in der Gemeinde Abtenau, wo sich auch das David Zwilling Resort befindet, dass er verpachtet hat und mit dem er als Verpächter im Sommer 2013 in die Schlagzeilen geraten war.

Am 9. Juni 2010 wurde Zwillings drei Monate altes Enkelkind Nora im Europark Salzburg Opfer eines Entführungsfalls. Das Kind seines Sohnes Michael und dessen Frau Nina wurde nach fünf Stunden aber wohlbehalten wieder aufgefunden.

Am 24. Juni 2010 war David Zwilling gemeinsam mit Otto Klär und Johannes Aschauer auf den Pilgerweg nach Jerusalem aufgebrochen. Kurz vor Weihnachten erreichten sie ihr Ziel und pilgerten weiter nach Bethlehem, wo sie den Heilgen Abend verbrachten.

Im April 2016 wurde David Zwilling bei der Leonidas Sportgala für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Vorgestellt

Er ist ebenso gern gesehener wie regelmäßiger Gast im Ski-Weltcup: David Zwilling, von Freunden nur "Vid" gerufen, war am Wochenende zu Gast in Kitzbühel und Montag Abend schon wieder in Schladming. Und er versprüht noch immer jene Offenheit und Kraft, die ihn schon während seiner Laufbahn ausgezeichnet hat.

Der Abfahrts-WM-Titel 1974 in St. Moritz hat sein Leben vielleicht mehr geprägt als gedacht. Es begann mit einer Disqualifikation im Riesentorlauf und mit vielen Problem: Denn die Kombinationswertung bestand damals noch aus Abfahrt, Slalom und Riesentorlauf und so war Zwilling hier kein Medaillenkandidat mehr. Daher wackelte auch sein Fixplatz in der Abfahrt. "Am Abend vor dem Abschlusstraining feierte ich mit meinen Eltern im Hotel Europa in St. Moritz ihren 25. Hochzeitstag. Da hieß es plötzlich: David Zwilling in den fünften Stock zur sportlichen Leitung. Die hat mir mitgeteilt, dass ich morgen eine Qualifikation für die Abfahrt bestreiten muss." Für Zwilling und seinen Vater brach eine Welt zusammen und es folgte ein langes Gespräch über Grundsätzliches. "Da hat meine Mutter gesagt: Es geht immer nur um Glaube, Liebe Hoffnung. Das war auch hier der Fall. Es ging um den Glauben an die eigene Leistung, die Hoffnung auf den Start und die Liebe zum Teamkameraden, der vielleicht den Platz bekommt." Im Qualifikationstraining lag Zwilling eine Sekunde voraus, in der Abfahrt holte er Gold und auf dieser Welle der Euphorie folgte Silber im Slalom.

Glaube, Liebe, Hoffnung – das ist das Grundthema, dem er in den Seminaren seiner "Weltmeisterakademie" bis heute treu geblieben ist. Er bringt Mitarbeitern großer Unternehmen die konsequente Umsetzung von Zielen näher. Zwilling nennt es die "Wunsch-Ist-Ziel-Strategie zu Erfolg, Glück und Zufriedenheit" – und seine Augen strahlen dabei jenes Feuer aus, das wohl auch beim Start der WM-Abfahrt 1974 in ihm gebrannt hat.

Seine Karriere als Skifahrer dauerte dann nur noch zwei Jahre: Sein Vater war Mitbegründer einer Lampenfirma, die Zwilling übernehmen sollte. So lagen die Interessen bald außerhalb der roten und der blauen Tore. Obwohl es sich wirtschaftlich schon damals ausgezahlt hat: 20.000 Schilling erhielt Zwilling in den 1970er-Jahren für eine Autogrammstunde, eine Million Schilling pro Saison bot ihm Koflach, wenn er auf diese Schuhmarke umsteigen würde. In diesem Moment zog der ÖSV aber eine Wechselsperre ein, um das Abwerben der Skistars zu verhindern. "Das hat mir viel Geld gekostet." Doch Geld war nie der Antrieb. "Mein Vater hat mir gesagt: Denke nur an die Leistung. Denn wenn der Erfolg stimmt, kommt der Rest von allein."

Weblinks

Quellen