Ignaz Lindmoser

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Ignaz Lindmoser (auch: Lindy Lindmoser) war ein junger Großarler der Mitte des 20. Jahrhunderts nach Kanada auswanderte und dort sowohl amerikanischer als auch kanadischer Amateurstaatsmeister im Boxsport wurde.

Berufliche Laufbahn

Lindmoser verließ 1954 seine Heimat und ging nach Kanada. Dort verdiente er sich seinen Lebensunterhalt anfangs als Maurer, später als Bergarbeiter in einer Goldmine und absolvierte schließlich eine Ausbildung zum Spezialschweißer, die ihm eine Festanstellung bei den Stadtwerken der Stadt Vancouver brachte.

Sportkarriere

Nachdem er bereits in einer alten Heimat mit dem Boxsport in Berührung kam, dauerte es auch in Kanada, einem Land in dem Boxen als Volkssport gilt, nicht lange, bis er erstmals im Ring des „Boxing Clubs“ stand. Dort wurde er vom damals weltweit bekannten Trainer Bert Lowes entdeckt der ihn unter seine Fittiche nahm und ihm eine hoffnungsvolle Karriere voraussagte.

Tatsächlich brachte es Lindy Lindmoser, wie er in Übersee genannt wurde, binnen drei Jahren zu einem großen Bekanntheitsgrad in ganz Nordamerika. So gewann er 1957 unter anderem die „Goldenen Handschuhe“ von Tacoma, Seattle und Vancouver und krönte sich noch im selben Jahr zum amerikanischen Amateurmeister. Nachdem er sich 1959 auch die kanadische Amateurmeisterschaft holte, galt er nicht nur als Idol der boxfreudigen Jugend von Kanada bis Mexiko, sondern auch als möglicher Olympiastarter im Halbschwergewicht für die Sommerspiele in Rom 1960.

Dass er es schließlich doch nicht zum Olympiateilnehmer brachte lag an Cassius Clay, dem späteren Jahrhundertsportler, Weltmeister und Olympiasieger den man allgemein besser als Muhamed Ali kennt und gegen den Lindmoser den Ausscheidungskampf für die Olympischen Spiele nur ganz knapp nach Punkten verlor.

Während Cassius Clay bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille im Halbschwergewicht gewann, war der Großarler Ignaz „Lindy“ Lindmoser, nach einem Unfall mit schweren Verletzungsfolgen, gezwungen, seine vielversprechende Karriere als Boxer aufzugeben.

Quellen