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Föhre auf dem Kapuzinerberg in der Stadt Salzburg
Die Borke einer Föhre auf dem Kapuzinerberg
Kiefernbestand im Buchweißbachtal
Mit Latschen bewachsener Steilhang im Krumltal

Die Kiefer ist ein Nadelbaum, der in mehreren Arten vorkommt und zu den heimischen Nadelhölzern zählt.

Allgemeines

Es sind immergrüne Bäume und Sträucher, die in den ersten Jahren eine kegelförmige, im Alter jedoch eine eher schirmförmige Krone aufweisen. Ihre Pfahlwurzeln reichen tief in den Boden. Weit streichende Seitenwurzeln verstärken die Standfestigkeit der Bäume.

Die Rinde erscheint in der Jugendzeit glatt und entwickelt sich später zu einer dicken und rissigen Borke. Die Nadeln, die an einjährigen Pflanzen einfach, an älteren jedoch zu zweit, zu dritt oder zu fünft in einer Scheide wachsen, haben eine Lebensdauer von drei bis sechs Jahren. Die Zapfen reifen erst im zweiten Jahr und erscheinen oft abstehend oder nach unten ausgerichtet. Ihre Schuppen bleiben bis zur Reife fest geschlossen, entleerte Zapfen mit geöffneten Schuppen verbleiben – ausgenommen bei der Zirbe – noch lange an den Zweigen.

Kiefern haben einen hohen Lichtbedarf und entledigen sich im Freistand bis weit hinauf ihrer Äste. Sie sind sturmfeste Bäume und zählen auch zu den Bäumen im Nationalpark Hohe Tauern.

Kiefernarten

  • Föhre, auch Gemeine Kiefer oder Weißkiefer. Sie wächst am häufigsten in Niederösterreich und im Burgenland, wo sie in den Bezirksforstinspektionen Eisenstadt und Tullnerfeld die größten Bestände aufweist. Im österreichischen Wirtschaftswald hat sie an der bestockten Hochwaldfläche einen Anteil von etwa acht Prozent.
  • Schwarzföhre oder Schwarzkiefer. Sie wächst vor allem am Alpenostrand und weist insgesamt nur ca. ein Prozent Waldanteil auf. In den Forstbezirken Baden, Wiener Neustadt und Gänserndorf erreicht sie mit 14 bis 26 % ihren höchsten Waldanteil.
  • Bergkiefer (Krummholzkiefer). Sie kommt in drei Varietäten vor: die Spirke oder Hakenkiefer, die Latsche oder Zwergkiefer und drittens die Mugokiefer. Man findet diese Varietäten in den Alpen bis in große Höhen (Latsche, 2 700 m ü. A., Hakenkiefer 2 500 [m ü. A., Mugokiefer 2 000 m ü. A.)
  • Bankskiefer. Sie ist in Nordamerika beheimatet.
  • Pechkiefer. Die Pechkiefer wächst im östlichen Nordamerika.
  • Strobe (Wymouthkiefer). Ihre Heimat ist ebenfall Nordamerika.
  • Zirbe (Zirbelkiefer). Sie kommt vor allem am Alpenhauptkamm vor und wächst dort in Seehöhen zwischen 1 500 und 2 200 m ü. A.. Ihren größten Waldanteil erreicht die Zirbe in den Forstbezirken Murau in der Steiermark und in den Tiroler Forstbezirken Silz, Hall in Tirol und Ried im Oberinntal, wo sie einen Waldanteil von zehn bis 16 % erreicht.

Quellen

  • Gottfried Amann: Bäume und Sträucher des Waldes, Neumann Verlag Melsungen, 13. Auflage 1980
  • Heimisches Holz, Furnier- und Holzartenmustermappe, Bundesholzwirtschaftsrat, Wien, 1975