Krumltal

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Krumltal auf Höhe der Krumlalm, taleinwärts gesehen
Krumltal auf Höhe der Bräualm mit Krumlbach und unterem Wasserfall
Wandern im Krumltal. Auch bei Regenschauern interessant

Das Krumltal - auch in der Kruml genannt - ist ein Seitental des Hüttwinkltals im Gemeindegebiet von Rauris im Pinzgau.

Lage

Das Krumltal zweigt zwischen Bucheben und Kolm-Saigurn beim Gasthof Lechnerhäusl vom Hüttwinkltal nach Westen ab. Es verläuft nördlich des Ritterkopfes in einem leichten Bogen nach Nordwesten. Der Talschluss liegt westlich des Ritterkopfes, östlich des Gamskarkogels und nördlich des Kruml-Kees. Das Krumltal wird durch den Krumlbach entwässert, der in seinem Verlauf zwei sehenswerte Wasserfälle bildet, und ist ein beliebtes Wandergebiet. Die Bräualm bietet allen Wanderern eine almtypische Verköstigung.

Bemerkenswertes

Im Krumltal wurde 1955 von Peter Schwegel im Bereich der Rohrmoosalm am Westfuß des Ritterkopfes ein Bronzeschwert aus der Zeit um 1300 v. Chr. gefunden. Das Krumltal ist auch wegen seines Mineralienreichtums bekannt. Neben diesen kommt im Krumltal auch der Rauriser Naturstein vor.

Gegenwärtig findet das Krumltal vor allem wegen der Nistplätze der Bartgeier in den Medien Erwähnung. Jungvögel dieser in den Hohen Tauern einst heimischen, aber inzwischen ausgerotteten Vogelart wurden im Rahmen eines Wiederansiedelungsprogramms in der Kruml ausgesetzt, und im Jahr 2010 ist es erstmals einem Bartgeierpaar gelungen, ein Küken erfolgreich groß zu ziehen.

Im Krumltal leben auch zahlreiche Schmetterlinge, worauf schon Wilhelm Ritter von Arlt hingewiesen hat. Neben Lägerfluren wachsen Wollkratzdistelstauden, auch sie bieten Nahrung für mehrere Falterarten.

Quellen

  • Wanderkarte WK 193, 1. 50 000, Sonnblick, Großglocknerstraße, Unterpinzgau, freytag & berndt, Wien
  • Josef Lahnsteiner, Unterpinzgau, Zell am See, Taxenbach, Rauris, Eigenverlag, Hollersbach, 1960
  • Salzburgwiki, Stichwort Rauriser Naturstein