Komitee für Salzburger Kulturschätze

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Das Komitee für Salzburger Kulturschätze ist ein Gremium zur Beratung und Unterstützung der Salzburger Landesregierung.

Aufgabe

Zweck des Komitees ist es, die Landesregierung in Angelegenheiten der wissenschaftlichen Dokumentation und Bearbeitung kunst- und kulturhistorisch bedeutsamer Nachlässe zu beraten und bei der Auffindung, Wiedergewinnung und Rückführung ehemals in Salzburger Besitz befindlicher Kunstschätze zu unterstützen.

Organisation

Das Komitee vereinigt seit seiner Gründung unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Karl Heinz Ritschel die Direktoren der Salzburger Museen, Sammlungen und Archive. Mindestens vier Mal jährlich versammelt es sich, um neue und geplante Vorhaben zu besprechen.[1] Die Geschäftsführung liegt beim Amt der Salzburger Landesregierung.

Geschichte

Das Komitee wurde am 29. Juni 1978[2] auf persönliche Initiative Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauers gegründet.

Das Land Salzburg stellte dafür jährlich 900.000 Schilling zur Verfügung.[1] Im Laufe der folgenden zwei Jahrzehnte konnten über 200 Kunstwerke im Gesamtwert von rund 3 Millionen Euro[2] für öffentliche Sammlungen im Land Salzburg erworben werden.

Sie wurden größtenteils Museen als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt. Von Gemälden über Heiligenfiguren und Kleinplastiken bis hin zu Prunkstücken heimischer Handwerkskunst reicht das Spektrum der angekauften Gegenstände. Die wohl berühmteste Erwerbung des Komitees ist ein gotischer Altar, der sogenannte "Embacher Altar". Er wurde um sechs Millionen Schilling auf einer Antiquitätenmesse in Wien erstanden und fand seine neue Heimat im Salzburger Museum Carolino-Augusteum, wo der Großteil der Ausstellungsobjekte zu besichtigen ist. Einige befinden sich auch im Chiemseehof.[1]

Publikationen

  • Schloß Hellbrunn, Inventare der Salzburger Burgen und Schlösser, Bd. 2, bearbeitet von Johann Ostermann, hgg. vom Komitee für Salzburger Kulturschätze, Salzburg 1989

Literatur

Quelle

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 200 Salzburger Kulturschätze kehrten bereits heim. Um rund 20 Millionen Schilling wurden auf Empfehlung des Komitees für Salzburger Kulturschätze Kunstwerke angekauft. In: Salzburger Landeskorrespondenz, 22. August 1997
  2. 2,0 2,1 Blick auf die Salzburger Kulturgeschichte. Dokumentation zum 20jährigen Bestehen des "Komitees für Salzburger Kulturschätze" erschienen. In: Salzburger Landeskorrespondenz, 29. Juni 1998