Gesellschaft für Salzburger Landeskunde

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Die Gesellschaft für Salzburger Landeskunde ist ein Verein, der sich die Förderung der Kunde vom Land Salzburg und seinen Bewohnern mit Rücksicht auf Gegenwart und Vergangenheit zum Ziel gesetzt hat.

Allgemeines

Vereinszweck ist nach der Satzung (seit 1860 unverändert) die „Förderung der Kunde vom Land Salzburg und seinen Bewohnern mit Rücksicht auf Gegenwart und Vergangenheit“.

Seit 1861 erscheinen die Mitt(h)eilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde als ein jährlicher Band (also bisher insgesamt rund 150) mit unregelmäßig erscheinenden, oft monographischen Ergänzungsbänden.

Veranstaltungen des Vereins sind Vorträge, Führungen und Exkursionen aus den Gebieten Geschichte, Kunst- und Musikgeschichte, Volkskunde und Naturwissenschaft.

Die Zahl der Mitglieder beträgt gegenwärtig etwa 1 600.

Vereinsorgane

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand, der Beirat, die Rechnungsprüfer und das Schiedsgericht.

Der Vorstand (ursprüngliche Bezeichnung: Ausschuß) besteht aus dem Präsidenten (ursprüngliche Bezeichnung: Vorstand) und dessen Stellvertreter, dem Schriftführer und dessen Stellvertreter, dem Kassier und dessen Stellvertreter sowie mindestens vier weiteren Mitgliedern.

Als Präsident fungiert derzeit Dr. Thomas Mitterecker, als dessen Stellvertreter Dir. Dr. Oskar Dohle. Die Redaktion der Mitteilungsbände obliegt Thomas Mitterecker, Mag. Wolfgang Neuper und Mag. Julian Schreibmüller.

Geschichte der Gesellschaft

Gründung

Als Initiator dieser Vereinigung tat sich der Salzburger Arzt und Gemeinderat Franz Valentin Zillner (* 1816; † 1896) hervor. Die ersten Versammlungen, deren Teilnehmer sich aus dem Freundeskreis Zillners rekrutierten, fanden bereits seit 1856 im damaligen Gasthaus Raith in der Milchgasse, der heutigen Goldgasse statt. Die Gründungsmitglieder waren ausnahmslos honorige Bürger der Stadt Salzburg. Das neunköpfige Gründungskomitee bestand aus sechs Ärzten – Professor Dr. Carl Aberle, Prof. Dr. Johann Biatzowsky, Stadtphysikus Dr. Cornel Schwarz, Dr. Anton Eleutherius Sauter und Stadtarzt Dr. Franz Storch – dem Advokaten Dr. August Prinzinger, dem Hauptmann a. D. Anton von Schallhammer und dem Staatsbeamten Adolf Steinhauser.

Nachdem die vorgesehenen Vereinssatzungen 1858 bei der Behörde eingereicht und eineinhalb Jahre später genehmigt worden waren, hielt die Gesellschaft ihre Gründungsversammlung am 30. September 1860 ab; Bürgermeister Heinrich Ritter von Mertens wurde zum ersten Vorstand gewählt. Weitere Gründungsmitglieder waren z. B. der Maler Georg Pezolt und der Geschichtsforscher Georg Abdon Pichler.

Als Bereich der Landeskunde wurden im engeren Sinne die „drei Naturreiche“, die Witterungsverhältnisse und die Landesbeschreibung, dann aber auch Landesgeschichte und Volkskunde einschließlich insbesondere der Kunstgeschichte aufgefasst.[1]

Vorstände und Präsidenten

Die Funktion des Vorstandes bzw. Präsidenten hatten inne:

Quellen

  • Franz Valentin Zillner, Ein kurzes Vorwort zur Gründung der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, in: MGSLK 1, 1860/61, S. 1-14
  • derselbe, Zur Gründungsgeschichte der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 33, 1893, S. 59-78
  • Hans Widmann, Ein halbes Jahrhundert Salzburger Landeskunde 1860-1910, in: MGSLK 50, 1910, S. VII
  • Karl Heinz Ritschel, Franz Valentin Zillner, 1816-1896. Der Vater der Salzburger Landeskunde. In: Anton Stockklausner (Hg.), In Salzburg geboren. Lebensbilder aus sieben Jahrhunderten. Salzburger Nachrichten Verlags GmbH. Salzburg 1972. ISBN 3-85304-032-2
  • Erich Marx: Festvortrag zum Jubiläum 150 Jahre Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. In: MGSLK 151, 2011, S. 13

Einzelnachweise

  1. Zillner, aaO MGSLK 1860/61, S. 8 f; vgl. auch den Wikipedia-Artikel „Landeskunde“.

Weiterführende Literatur

  • Hans Wagner, Die ersten 25 Jahre der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, in: MGSLK 118, 1978, S. 189-224.
  • Kurt Conrad, Bericht über die 125-Jahr-Feier der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, in: MGSLK 126, 1986, S. 519 ff.

Weblink