Marinekadettenschule Ferienhort

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Kadettenschule

Die Marinekadettenschule Ferienhort war in einem Teil des Ferienhorts Ried am Wolfgangsee untergebracht.

Geschichte

Während des Ersten Weltkriegs ersuchte die Marine-Akademie in Fiume (heute Rijeka, Kroatien) die Vereinsleitung des Ferienhorts um die teilweise Überlassung des Hortes im Sommer für Ausbildungszwecke künftiger Offiziere. Da die Marinesektion der k.u.k. Kriegsmarine den Verein stets großzügig (mit Booten) unterstützt hatte, stimmte der Verein diesem Ansuchen zu. Der Verein sollte von der Marine schadlos gehalten werden. Für die Abnützung des Inventars sollte eine entsprechende Vergütung geleistet und der Bootspark auf Kosten der Marine instand gehalten werden.

Schon alleine die Hierarchie und Logistik für so viele Kadetten, vom Schiffskommandant, Korvettenkapitän, Leutnant, bis zu den Marinekadetten, welche für die Weitergabe der Nachtsignale, wie das Absetzen der Flaggen, verantwortlich waren, ist heute kaum nachvollziehbar. Die große Verwaltung, der Adjunkt, Ober- und Unterarzt der Krankenstation, der Quartiermeister, Koch, Küchenpersonal, bis hin zum Stiefelputzer waren eine enorme Bereicherung und Belebung für die ganze Region um den damaligen Abersee.

Bootsspenden der k. u. k. Marinesektion von Pola (Kronland Küstenland, heute Pula, Kroatien), dem damals größte Marinehafen Österreich-Ungarns, an den Wolfgangsee für die Kadettenschule und später an den Verein "Ferienhort" sind nachweisbar. Aus dem Fundus der k. u. k. Kriegsmarine (bis 1918) und später von Privatpersonen wurden immer wieder Schiffe, Ruder- und Segelboote, Transportkutter, Beiboote von Kriegsschiffen und Zweimaster dem "Ferienhort" gespendet, die teils heute noch in Verwendung sind. Mit der Österreichisch-Ungarischen Marine-Akademie war ein ständiger Austausch von Studenten aus Ungarn an der Marine-Unteroffizierschule am Wolfgangsee.

Während des Zweiten Weltkrieges war wieder eine Marine-Vorschule im Ferienhort am Wolfgangsee untergebracht. Nach einer kurzen Lazarettunterbringung mit einigen Stabsärzten gegen Ende des Zweiten Weltkrieges waren ab Kriegsende 1945 weit über 1500 Mann amerikanischer Besatzungstruppen in allen Gebäuden des Ferienhortes beherbergt. Auch die Amerikaner erfreuten sich an den Schiffen und den damit verbundenen Wassersportmöglichkeiten.

Quelle