Hauptmenü öffnen

Salzburgwiki β

Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen

Details zum Institut
Logo der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen.jpg
Unternehmensform Gemeinnütziger Verein
Gründungsjahr 1985
Sitz Strubergasse 18, 5020 Salzburg
Leitung Klaus Firlei (Präsident)
Stefan Wally (Geschäftsführer)
Wissenschaftliche Mitarbeit: Katharina Kiening
Hans Holzinger
Stefan Wally
Birgit Bahtić-Kunrath
Branche Bibliothek
Bildungszentrum
Produkte Bibliothek
Diskussionsveranstaltungen
Zukunftswerkstätten
Arbeitspapiere
Zeitschrift
Stipendium
Internetseite: www.jungk-bibliothek.org
Robert Jungk bei einer typischen Diskussionsrunde in den alten Büroräumen der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen im Jahr 1987. Jakob von Uexküll spricht gerade mit dem Politiker Johannes Voggenhuber.
Das Printmagazin des Instituts. Das Magazin erscheint vierteljährlich und liefert mittels Rezensionen einen Überblick über Neuveröffentlichungen aus dem Sachbuchbereich.
Das Institut publiziert mehrere wissenschaftliche Studien pro Jahr. Gemeinsam mit Judith Brander, Hans Holzinger, Yuji Wakao und Peter Stephan Jungk entstand 2018 "Strahlen aus der Asche - Die Briefe von Kaoru Ogura an Robert Jungk".

Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) geht auf eine von Robert Jungk gegründete Stiftung zurück und ist eine gemeinnützige Einrichtung.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Sie ist Mitglied im Dachverband Salzburger Kulturstätten und agiert als Informationszentrale für alle die Zukunft betreffenden Fragen und Probleme. Ziel des Instituts ist die Sammlung und Vermittlung von zukunftsrelevanten Informationen an die breite Öffentlichkeit, die Förderung interdisziplinären und zukunftsoffenen Denkens sowie die Schaffung von Möglichkeiten zur Begegnung. Die Finanzierung erfolgt über öffentliche Mittel, Aufträge, Projekte sowie Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Geschichte

Die JBZ wurde 1985 von Robert Jungk mit einem Bibliotheksbestand von etwa 3 000 Büchern gegründet, mittlerweile umfasst die Referenzbibliothek über 16 000 Bände (Stand 2019). Die ersten Büroräume befanden sich in der Salzburger Altstadt, 2014 erfolgte die Übersiedlung in das Stadtwerk im Stadtteil Lehen.

Programm

Die Referenzbibliothek, Veranstaltungen, Zukunftswerkstätten, Arbeitspapiere und das hauseigene Print-Magazin bilden den beständigen Schwerpunkt des Instituts. Dazu kommen weitere Projekte, regelmäßige Kooperationen mit anderen Bildungseinrichtungen, die Vergabe eines jährlichen Stipendiums sowie die Preisverleihung des Landespreises für Zukunftsforschung. Um Robert Jungks Motto „Betroffene zu Beteiligten machen“ gerecht zu werden, sind nahezu alle Veranstaltungen kostenlos zu besuchen, fast alle Print-Produkte sind online frei zugänglich. In Kooperation mit Freies Fernsehen Salzburg werden bei Veranstaltungen meist kurze Videointerviews mit den vortragenden Gästen aufgenommen.

Magazin proZukunft

Das Magazin proZukunft wurde 1987 von Robert Jungk gegründet. Vierteljährlich werden Neuveröffentlichungen aus dem Sachbuchbereich mittels Inhaltsangaben vorgestellt. Ziel ist, kompakt über zukunftsrelevante Debatten und Publikationen zu informieren.

JBZ-Arbeitspapiere

Seit 2010 werden sogenannten JBZ-Arbeitspapiere veröffentlicht. Externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten in diesem Format regelmäßig gesellschaftliche Themen auf. Die publizierten Beiträge können in der Printfassung käuflich erworben werden, stehen aber auch auf der Internetseite des Instituts kostenlos zum Download bereit. Veröffentlicht wurden bisher unter anderem:

  • Iwan Pasuchin: Kreative Mediengestaltung als demokratische Erfahrung[1]
  • Thomas Lehner: Welche Faktoren entscheiden über die Chancen von Kindern. Bildungswege in Österreich[2]
  • Christian Schwendinger: Zukunftswerkstätten. Geschichte, Entwicklung, Wirkung[3]
  • Ernestine Depner-Berger, Stefan Wally: Wer sich von der politischen Teilhabe verabschiedet[4]
  • Wiebke Claussen u. a.: Die Kunst der Partizipation[5]

JBZ-Montagsrunde

Das Format der JBZ-Montagsrunde gibt es seit 2010 und wurde von Stefan Wally gegründet. Einmal im Monat halten eingeladene Expertinnen und Experten einen Impulsvortag und beantworten anschließend die Fragen des Publikums. Themen und Vortragsgäste waren bisher unter anderen:

  • Anton Thuswaldner: Mit dem Barock fing alles an. Warum Salzburg so ist wie es ist
  • Arno Gasteiger: Was erklärt die Krise der Politik in Österreich
  • Helga Amesberger: Sexarbeit in Österreich
  • Patsy l’Amour laLove: Identität und Kollektiv im aktuellen Diskurs
  • Klaus Firlei: Über Byung-Chul Han. Was von den Ideen des Philosophen zu halten ist

JBZ-Zukunftsbuch

Seit 2012 gibt es die Veranstaltungsreihe JBZ-Zukunftsbuch. Regelmäßig werden Autorinnen und Autoren eingeladen über ihre Publikationen zu sprechen, die von der JBZ als besonders empfehlenswert und gesprächsanregend empfunden werden. Themen und Vortragsgäste waren bisher unter anderen:

  • Andreas Zumach: Globales Chaos und machtlose UNO
  • Christian Felber: Geld. Die neuen Spielregeln
  • Christine Ax und Fritz Hinterberger: Wachstumswahn
  • Marianne Gronemeyer: Gute Arbeit, gibt es die noch?
  • Niko Paech: Befreiung vom Überfluss. Chancen und Barrieren einer Postwachstumsökonomie

Robert-Jungk-Stipendium

In Erinnerung an den Zukunftsforscher Robert Jungk vergibt die Stadt Salzburg seit 2008 jährlich das Robert-Jungk-Stipendium für Zukunftsforschung. Für zwei Monate kann mit dem Stipendium in der JBZ zu einem der jeweiligen Ausschreibung entsprechenden Thema geforscht werden. Dabei wird eine finanzielle Förderung, eine Wohnung und ein Arbeitsplatz in der JBZ zur Verfügung gestellt.

Landespreis für Zukunftsforschung

Seit 1993 wird der Salzburger Landespreis für Zukunftsforschung alle drei Jahre an eine Persönlichkeit vergeben, die sich in herausragender Weise durch zukunftsweisende Ideen und Initiativen verdient gemacht hat. Auf Vorschlag des Kuratoriums der JBZ wird die Auszeichnung nach Beschluss der Salzburger Landesregierung verliehen.

Auszeichnungen und Partnerschaften

  • Partner der Wissensstadt Salzburg
  • Partner der Klimastrategie Salzburg 2050.
  • Zertifizierung mit dem S-QS-Siegel der Salzburger Erwachsenenbildung
  • Verleihung des Österreichische Umweltzeichens „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

Weblinks

Quellen

Fußnoten