Smaragd

Aus Salzburgwiki
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Der Smaragd zählt zur Beryll-Gruppe und ist der bei weitem teuerste Vertreter dieser Edelstein-Familie. Smaragde in erstklassiger Qualität zählen zu den teuersten Farbedelsteinen.

Name

Der Name stammt aus dem Griechischen - smaragdos = grüner Stein - und wurde früher für einige Edelsteine ähnlichen Aussehens angewendet.

Farbe

Seine typische Farbe erhält der Smaragd durch Spuren von Chrom.

Geschichte

Smaragde sind seit der Antike in nahezu allen Hochkulturen als Edelsteine in Schmuck- und Ziergegenstände, Zeptern und ähnlichem verwendet worden. Damals waren es die Smaragdminen Ägyptens und jene der Inkas in Kolumbien, in denen man Smaragde fand.

Smaragde werden fast ausschließlich im Tagbau gefördert, wobei die Kristalle aus dem Muttergestein (meist Schiefer oder Kalkstein) herausgearbeitet werden müssen. Der Smaragd ist sehr spröde und empfindlich gegen Stoßbeanspruchung.

Vorkommen in Salzburg

Hauptartikel: Smaragdbergbau

Im Habachtal, einem in der Eiszeit geformten Trogtäler der Ostalpen, findet sich das einzige interessante Smaragdvorkommen Europas. Erste Schürfversuche gab es in der Bronzezeit: Später, so berichten Aufzeichnungen, sollen die Römer die grünen Edelsteine wieder entdeckt haben. Eine Legende besagt, Kaiser Nero hätte sich aus einem „Habachtaler“ einen Monokel schleifen lassen.

Mit einem wirtschaftlich ausgerichteten Smaragdabbau wurde aber erst im 17. Jahrhundert begonnen. Aus dieser Zeit stammt auch der bisher wertvollste Fund, ein Smaragd mit 42 Karat. Er zählt heute zu den Kronjuwelen der britischen Königin und wird im Londoner Tower aufbewahrt.

Der so genannte „Habachtaler“ Smaragd zeichnet sich durch eine besonders intensive Grünfärbung aus. Allerdings fanden und finden sich lupenreine Smaragde äußerst selten. Dies hängt auch mit der schwer zugänglichen hochalpinen Lage (1313 m ü. A. bis 2200 m ü. A.), aber auch wegen der geringen Ergiebigkeit waren die Versuche, den Smaragdabbau auf wirtschaftlich interessante Beine zu stellen wenig erfolgreich.

Aber seit Jahrzehnten zieht das „grüne Feuer“ viele Hobby-Minerialiensammler ins Habachtal. Nach der Goldgräbermethode versuchen sie im Schotterbereich des Leckbaches.

Die Privatsammlung der Familie Steiner, den Pächtern des Stollens, bietet einen schönen Überblick über Funde. Schon seit drei Generationen suchen die passionierten Mineraliensammler die Steine und verarbeiten sie teilweise zu individuellem Schmuck. Eine der umfangreichsten Mineraliensammlungen Österreichs besitzt das Museum Bramberg. Unter den 473 Exponaten findet sich beispielsweise auch der größte geschliffene Phenakit Europas.

siehe auch

Quellen