Stephan Pauly

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Geschäftsführer ISM
Dr. Stephan Pauly (* 1972 in Köln, Bundesrepublik Deutschland) war von 2004 bis 2012 kaufmännischer Geschäftsführer und Leiter des künstlerischen Bereichs der Internationalen Stiftung Mozarteum.

Leben

Der in Köln geborene Pauly wuchs in Bayreuth auf, studierte in München und Rom Philosophie und Theologie sowie Theater- und Opernregie. Das Studium schloss er 1999 ab und war danach publizistisch unter anderem beim Bayerischen Rundfunk tätig. Er war persönlicher Assistent des Regisseurs und Staatsintendanten Prof. August Everding und in dieser Zeit unter anderem am Prinzregententheater München und als Gast an der Wiener Staatsoper und an der Mailänder Scala engagiert. Nach dieser künstlerischen Tätigkeit wechselte er in die Wirtschaft – als Ergänzung der bisherigen Tätigkeit im Bereich der Kultur: Als Managementberater bei der Unternehmensberatung McKinsey&Co. war er für Klienten aus unterschiedlichsten Branchen der Wirtschaft sowie für ein Orchester tätig.

2002 übersiedelte er nach Salzburg und wurde hier 2004 kaufmännischer Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Stiftung Mozarteum. Als solcher ist er für die Entwicklung der Programmgestaltung für den gesamten Konzertbereich und der Festivals verantwortlich. Als prägend für seine Arbeit kann die Öffnung hin zu einer Kombination von klassischer und zeitgenössischer Musik angesehen werden. Über die Konzerte hinaus entstanden unter der Leitung von Stephan Pauly auch Opernproduktionen der Stiftung Mozarteum, beispielsweise in Koproduktion mit den Salzburger Festspielen, dem Festival in Aix-en-Provence und mit dem Musikfest Bremen. Als neues zentrales Arbeitsfeld der Stiftung Mozarteum initiierte Dr. Pauly den Bereich für Kinder- und Jugendprojekte, der heute Programme für Kinder und Jugendliche von unter zwei bis zwanzig Jahren und deren Familien anbietet.

Neben der künstlerischen Ausrichtung des Hauses trägt er als kaufmännischer Geschäftsführer auch die Verantwortung für die finanziellen Belange der Institution sowie für zentrale Aufgaben. Unter seiner Leitung entstanden beispielsweise im Bereich des Sponsorings mehrjährige Partnerschaften mit namhaften Unternehmen. Zudem wurden neue Modelle auch für Freundes- und Förderkreise sowie für den Bereich des Fundraisings entwickelt.

Mit März 2012 übernahm Pauly die Leitung der Alten Oper Frankfurt.

Vorgestellt

Köln, Bayreuth, München, Rom und Salzburg, das sind die Lebensstationen des Musikmanagers Stephan Pauly. Trompeter und Pianist im jugendlichen Alter, Organist, Studium der Philosophie, Theologie und Opernregie sind die kulturellen Wegmarken des groß gewachsenen Deutschen. Mit seiner Körpergröße von 1,98 Metern würde man in ihm eher den Basketballer sehen, als den Kulturmanager, der er heute ist.

"Ich hab mich auch als solcher versucht", erzählt Pauly im bescheidenen kleinen Büro im ersten Stock des Mozarteums in Salzburg. Doch seine Liebe zur Musik hat überwogen. Reste sportlichen Interesses finden sich noch im Privaten. Pauly ist leidenschaftlicher Segler. Das berufliche Rüstzeug für seine Funktion als Musikmanager und Geschäftsführer im Mozarteum holte sich Pauly sowohl am Theater, als auch in der Wirtschaft. Zwei Jahre war er in einer Unternehmensberatung für Banken, Internetfirmen und Automobilhersteller tätig.

"Musik war schon in meiner Kindheit ein wichtiges Thema", sagt Stephan Pauly. Trompete war sein Lieblingsinstrument. Seine Liebe zu Mozart und seiner Musik wuchs kontinuierlich: "Mozarts 'Cosi fan tutte' hat mich von Jugend an beeindruckt und berührt."

Schon während seines Studiums tauchte Pauly in die Welt der Kultur ein: bei regelmäßigen Tätigkeiten an Opernhäusern und Theatern, dann als Assistent von Regisseur August Everding, bei Regiearbeiten im Münchner Prinzregententheater, in der Mailänder Scala und in der Wiener Staatsoper. Und seit dem Jahr 2002 kreist Pauly um den "Fixstern Mozart" in Salzburg. Zuerst als Leiter des künstlerischen Betriebsbüros, seit Sommer 2004 als kaufmännischer Geschäftsführer und künstlerischer Leiter.

"Es macht mich glücklich, dass es uns im Mozartjahr gelungen ist, neues Publikum für Mozart zu begeistern." Vor allem freue ihn die große Akzeptanz der Dialoge, in denen neue Zugänge und Querverbindungen zu Mozart hergestellt werden. "Die Menschen haben unser Konzept angenommen, es wird auch nach dem Mozartjahr so weitergehen." Konkret spürbar sollen dies die eben begonnenen Mozartwochen 2007 machen. Seine Wahlheimat Salzburg bietet Stephan Pauly eine Fülle von kulturelle Aspekten. "Ich genieße die Stadt wegen des vielfältigen kulturellen Angebotes und wohl auch wegen der Schönheit der Natur rundherum", sagt er.

Quellen

  • Salzburger Nachrichten
  • Internationale Stiftung Mozarteum

Weblinks