The Royal Biograph

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The Royal Biograph war ein frühes Kinematographen-Theater, ein Vorläufer des heutigen Kinos, das 1907 in der Stadt Salzburg gastierte.

Geschichte

Es dürfte sich dabei um lebender und sprechende Photographieren gehandelt haben.[1]

Am 21. September 1907 war der Royal Biograph im heutigen Mozartkino zu erleben. Wie das Salzburger Volksblatt schrieb, war es eines der besten Unternehmen dieser Art. In den Pausen gab es Vorträge des Luftdruck-Grammophons, eine französische, bis dahin völlig unbekannte Erfindung. Die Kinematographische Rundschau, die darüber in ihrer Ausgabe vom 1. Oktober 1907 berichtete, hatte Gelegenheit, ein Probekonzert dieses Apparats zu erleben. Es machte den Eindruck, als ob eine starke Musikkapelle spielen würde. Der Ton war voll und kräftig ohne störende Nebengeräusche. Sehr schön klangen auch die Soli, darunter Lieder, gesungen von Slezak und den Damen Laura Hilgermann und Elizza.[2]

Vom 28. September bis 2. Oktober sah man folgende Filme:

"Napoleon I. als Schildwache", "Tolle Einfälle", "Kavallierschule in Saumur (Frankreichs größte Reitschule)", "Des Wilderers Tochter", "Der zerstreute Jongleur", "Spielende Kinder", "Gretchens Liebensroman", "Auf nach der Schweiz (Herrliches Sportbild)" und "Ein widerspenstiger Hund".[3]

Am 1. Oktober 1907 wechselte das Programm.[4] Gezeigt wurde dann zur letzten Vorstellung am Sonntag, 13. Oktober 1907 das prachtvolle Bild Ausflug zu den Niagarafällen, dann die Entführung einer französischen Kapitänsfrau durch Kabylen (eine in Nordost-Algerien in der Kabylei lebende Fraktion der Berber) und der amüsante Ammenstreit.[5]

Quellen

  1. Quelle ANNO, Neue Schlesische Zeitung, Ausgabe vom 20. April 1909, Seite 2
  2. Quelle ANNO, Kinematographische Rundschau, Ausgabe vom 1. Oktober 1907, Seite 3
  3. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 28. September 1907, Seite 12
  4. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 2. Oktober 1907, Seite 6
  5. Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 8. Oktober 1907, Seite 8