Benutzer:Archiv/Alpenschamanentreffen

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Das Alpenschamanentreffen fand von 2009 bis 2015 am Johannishögl am Högl im bayerischen Rupertiwinkel statt. 2016 und 2017 fand es bei Wolfschwang in Großgmain statt, dann wieder am Johannishögl.

Allgemeines

Der Bad Reichenhaller Sozialpädagoge Rainer Limpöck veranstaltet schon seit vielen Jahren ein Treffen der Alpenschamanen in Bayern, zunächst im Steinzeitdorf Siegsdorf, seit 2009 Jahren am Johannishögl am Högl im Rupertiwinkel. Ob Christ, Buddhist oder Moslem, ob sibirischer, ob keltischer Schamane oder ein Schamane der Alpen, sie alle verbindet der „Große Geist“ ungeachtet ihrer unterschiedlichen Schreibweisen und Darstellungen. So schreibt Limpöck in seinem Buch „Die Zauberkraft der Berge“ über Alpenschamanismus.

Den Johannishögl hat Limpöck für seinen alljährlichen Treffen gewählt, weil er zwei Verbindungen zum Schamanismus aufweist. Einerseits siedelten um 1800 v. Chr. am Fuße des Johannishögls keltische Alaunen, die den Johannishögl als Kult- und Opferstätte nutzten und Schamanen ihrer Zeit waren. Andererseits blickt man auf den gegenüberliegenden, sich mächtig und dominant erhebenden Untersberg, einen der „heiligen Berge“ der Welt – der Dalai Lama soll ihn als ein Herzchakra der Erde bezeichnet haben.

Sie sind keine „Wilden“, die Alpenschamanen, sie sind Menschen, die altes Wissen über die Kraft der Erde, der Luft, des Wassers und des Feuers, über die Natur und ihre Lebewesen wieder aufleben lassen, die heilende und lehrreiche Ahnenkultur pflegen, die es bis zur Christianisierung auch im Alpenraum gegeben hatte.

Treffen 2012

Das Alpenschamanentreffen 2012 am Samstag, den 4. August 2012 stand unter dem Motto Erde mein Körper, Wasser mein Blut, Luft mein Atem und Feuer mein Geist, eine Übersetzung eines Gesangs nordamerikanischer Natives.

Das Alpenschamanentreffen am Johannishögl begann mit einer Eröffnungszeremonie, in der die vier Himmelsrichtungen, Mutter Erde, Vater Himmel, die vier Elemente und Krafttiere um Hilfe und Unterstützung gebeten wurden. Dem Grunde nach also eine Zeremonie, wie sie auch in anderen Religionen am Beginn eines gemeinsamen Treffens steht. Anschließend stiegen die Teilnehmer zur Johanniskirche hinauf, wo sie unterhalb eines Kreuzes zunächst abgeräuchtert, also ihre Aura durch Rauch von Kräutern gereinigt wurde. Dann durchschritten sie eine „Trommelgasse“ – die im Gleichklang erklingenden Trommeln, links und rechts des Weges, ließen die Körper der Durchschreitenden angenehm vibrieren und ein Wohlgefühl entstehen.

So vorbereitet auf das Programm folgte ein Nachmittag wechselnder Workshops über Chakren-Mineralien, Vorträge über den Körper als eine magische Truhe, über Franz von Assisi - Heiliger oder Schamane seiner Zeit, Lebenspflege mit Qigong, schamanische Reisen und anderes. All dies geschah natürlich draußen in der Natur, auf Mutter Erde, und wurde mit einer Abschlusszeremonie beendet. Mit Musik der Gruppe „Native Folks“ hätte das Alpenschamanentreffen am Lagerfeuer ausklingen sollen. Doch auch Schamanen haben nicht immer Einfluss auf das Wetter und so brach abends ein Gewitter über dem Högl los, das jede Menge Wasser vom Himmel schüttete und die Teilnehmer in den Berggasthof flüchten ließ. Nachdem die Urgewalten sich ausgeblitzt, -gedonnert- und –geregnet hatten, klarte es auf und ein herrlicher Regenbogen stieg aus dem Salzburger Becken dem Himmel empor.

Literatur

  • Die Zauberkraft der Berge – Unterwegs zu den Kraftorten der Alpen“, Rainer Limpöck, 2009, ISBN 978-3-85431-507-0
  • „Mythos Untersberg: Kraftort, Heiligtum, Anderswelt“, Rainer Limpöck, 2011, ISBN 978-3-85431-577-3

Weblinks

Quellen