Bhutan

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Bhutan ist ein unabhängiges Königreich und ein Binnenstaat in Südasien. Es ist fünfmal so groß wie das Bundesland Salzburg, hat aber nur 1,3 Mal so viel Einwohner und ist vier Mal so dünn besiedelt wie das Bundesland Salzburg.

Salzburg und Bhutan

Der Salzburger Fremdenverkehrsmanager Dr. Martin Uitz (* 1952 in Salzburg; † 2007 in Nepal, indischer Subkontinent - Himalaya-Gebirgskette) war für das Beratungsunternehmen ATC Austrian Tourism Consultants als Experte im Rahmen großer internationaler Beratungsprojekte in Bhutan tätig.

Das Salzburger Reisebüro Mediatour in der Franz-Josef-Straße ist Veranstalter von Reisen nach Bhutan mit eigener Niederlassung in Thimpu (Bhutan).

2016 ging das Royal Institute for Tourism and Hotel Management in Betrieb, das mit Unterstützung der Tourismusschulen Salzburg errichtet wurde.

2014: Bäuerinnen aus Bhutan besuchen Salzburg

Wenn vieles automatisch funktioniert
Unter dem Leitgedanken Bio waren im September und Oktober 2014 zwei Bäuerinnen aus Bhutan in Salzburg unterwegs. Im Lungau waren sie am Hiasnhof in Göriach zu Gast.

Schon bei der Ankunft am Salzburger Flughafen stellten Tashi Wangmo und Tshering Lhaden gravierende Unterschiede zu ihrer Heimat fest. Automatische Türen, Hektik und Sauberkeit. Zuhause leben die beiden Frauen fernab von Stress und High-Tech auf rund 3 000 Metern Seehöhe. Es gibt keine Maschinen, kein Lagerhaus. Dort wird mit der Sichel gemäht. Drei Sensen gibt es aus einer Hilfslieferung von 1985, jedoch ohne Wetzstein. Beide Frauen sind in ihren Dörfern angesehene Bäuerinnen, produzieren Zucchini, Tomaten, Paprika und Kartoffel.

Die beiden Bäuerinnen haben in Form einer Studienreise die Möglichkeit, Bio-Landwirtschaft in verschiedenen Gegenden mit unterschiedlichen Produktionsweisen für zwei Monate im Bundesland Salzburg zu sehen. Im Lungau machten sie für die Dauer von einer Woche Station bei Gunther Naynar am Hiasnhof in Göriach. Für Familie Naynar sind solche Aufenthalte nichts Neues. Seit 15 Jahren sind dort im Schnitt zehn verschiedene Menschen pro Jahr aus aller Welt zur freiwilligen Mitarbeit für Kost und Logis zu Gast. Für die beiden bhutanischen Bäuerinnen war es sehr wohl Neuland. Geschirrspüler, Rasenmäher, Melkmaschine, Traktor: Am meisten begeistert waren sie davon, dass alles automatisch funktioniert. Tashi und Tshering wurden in den Arbeitsalltag am Hiasnhof miteinbezogen. „Es geht darum, dass sie die Bio-Landwirtschaft verstehen können, also im Kreislauf der Natur arbeiten mit Einbeziehung von technischen, jedoch nicht von chemischen und unnatürlichen Hilfsmitteln“, sagt Naynar. Arbeiten im Stall und in der Käserei zählten zu den Aufgaben.

Wir sind sehr froh, dass wir so viel lernen und erfahren können. Der Austausch vor Ort gibt uns viele neue Einblicke in die Bio-Landwirtschaft“, sagen die beiden Bäuerinnen.

Ermöglicht wurde die Studienreise vom Bhutan Netzwerk in Kooperation mit der Landwirtschaftlichen Fachschule in Bruck an der Großglocknerstraße. Seit drei Jahren ermöglicht der private Verein, der sich ausschließlich aus Spenden finanziert, Bäuerinnen die Möglichkeit zur Vernetzung. „Wir sind überzeugt, dass die Programme im direkten Austausch vor Ort am besten funktionieren“, sagt Kristel Josel vom Bhutan Netzwerk.

Tashi und Tshering waren 14 Tage an der Landwirtschaftlichen Fachschule in Bruck an der Großglocknerstraße zu Gast, nahmen dort auch am Unterricht teil, ehe sie mit dem erlernten Wissen und den vielen Eindrücken in ihre Heimat Bhutan zurückkehren. Im Lungau haben ihnen besonders die Umgebung, die Landschaft und die Sauberkeit gefallen.

Weiterführend

Für Informationen zu Bhutan, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quelle