Hauptmenü öffnen

Salzburgwiki β

Martin Uitz

Dr. Martin Uitz (* 12. Dezember 1952 in Salzburg; † 13. Jänner 2007 in Nepal, indischer Subkontinent - Himalaya-Gebirgskette) war Fremdenverkehrsmanager.

Leben

Dr. Uitz war nach seinem Studium (Jus und Politikwissenschaften) an der Universität Wien zunächst als Reiseleiter tätig. Nach einigen Jahren als leitender Angestellter bei dem oberösterreichischen Reisebüro Optimundus kam er 1980 oder 1981 wieder nach Salzburg als Geschäftsführer der Reisebürokette REISEN+FREIZEIT. Mit seiner Familie bewohnte er ein Haus in Ebenau. Während seiner Zeit bei REISEN+FREIZEIT organisierte er als einer der ersten Reiseveranstalter in Österreich Reisen von Österreich nach Tibet über Nepal am Landweg. Denn eine seiner großen Leidenschaften war der Himalaya.

Von 1986 bis 2001 war er Geschäftsführer der erst 1986 neu gegründeten SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft (SLT). Er nützte seine Erfahrung, um die Nächtigungszahlen im Salzburger Land zu steigern. In seine Zeit fiel z. B. die Idee mit dem günstigen Urlaubsscheck für die Bürger der ostdeutschen Gebiete nach dem Anschluss an Westdeutschland.

Nach seinem Ausscheiden aus der SLT war Martin Uitz für das Beratungsunternehmen ATC Austrian Tourism Consultants als Experte im Rahmen großer internationaler Beratungsprojekte etwa in Litauen, Slowenien, Bhutan und Ägypten tätig und schließlich auch dessen Geschäftsführer. Neben seinen Consulting-Tätigkeiten begann er auch als Autor aktiv zu werden. Im Sommer 2006 veröffentlichte er sein erstes Buch: "Einlass ins Reich des Donnerdrachens - Verborgenes Bhutan", erschienen beim Picus Verlag.

Für Martin Uitz war die Nachhaltigkeit des Tourismus im Sinne einer verträglichen und behutsamen Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie der Berücksichtigung der Interessen der einheimischen Bevölkerung stets ein vordringliches Anliegen. Er war sich bei seiner Arbeit immer der großen Verantwortung bewusst, die Tourismus den Reisenden, den „Bereisten“ und vor allem den im Tourismus arbeitenden Menschen abverlangt.

Als Mitbegründer der Organisation „Öko-Himal“ hat Martin Uitz diese Prinzipien mit besonderer Hingabe auf den seit über 30 Jahren von ihm geliebten Himalaya bezogen. In Bhutan beriet er vier Jahre lang die Königliche Regierung und erarbeitete zuletzt einen Masterplan für nachhaltige Tourismusentwicklung sowie eine Machbarkeitsstudie für Bhutans erste Tourismusschule.

Dr. Martin Uitz starb bei einer Wanderung mit seiner Frau im Rolwaling-Tal im nordöstlichen Nepal. Er ist auf dem Friedhof in Salzburg-Aigen begraben, sein Grab ist mit buddhistischen Gebetsfahnen und einem Steinhaufen geschmückt, gemäß der religiösen Tradition in Nepal, Bhutan oder Tibet.

Quellen