Burg Falkenstein

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Burg Niederfalkenstein im Jahr 1986
Oberfalkenstein Falkensteinbrücke Unterfalkenstein
Unterfalkenstein
Oberfalkenstein

Die Höhenburg Falkenstein im Gemeindegebiet von Obervellach im Mölltalin Kärnten besteht aus zwei getrennten Anlagen, die ca. 25 Gehminuten voneinander entfernt liegen. Die eigentliche Burganlage, Oberfalkenstein genannt, ist heute eine Ruine. Das ehemalige Vorwerk, Burg Niederfalkenstein oder Unterfalkenstein genannt, wurde mehrfach umgebaut und ist heute gut erhalten und bewohnt.

Lage und Anlage

Beide Burganlagen befinden sich im Bereich der Ortschaft Pfaffenhofen im Gemeindegebiet von Obervellach an der Nordflanke des Mölltales. Die Felsanhöhe, die die Burg Oberfalkenstein trägt, wurde beim Bau der Tauernbahn mittels Tunnel unterfahren und musste baulich abgesichert werden, um die Anlage vor Schäden durch Sprengungen zu schützen.

Die Burg Oberfalkenstein, ein Bau romanischen Typs, besitzt einen vierkantigen Bergfried mit vier Stockwerken am bergseitigen Eingang der Burg, dem ein Halsgraben vorgesetzt war. Der Palas, heute nur mehr im Grundquadrat erkennbar, bestand aus besonders mächtigem Mauerwerk. Einst existierte hier auch eine romanische Kapelle, die dem hl. Johannes geweiht war und bereits im Jahr 1295 erwähnt wird. Sie wurde 1772 von der Pfaffenberger Bauernschaft zu einer Kirche umgebaut und wird noch immer benützt. Der romanische Mauerkern ist noch gut erkennbar. Die Kirche besitzt ein aus dem 16. Jahrhundert stammendes Tafelbild der hl. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Jährlich wird hier noch heute ein Kirchtag abgehalten.

Geschichtlicher Abriss

Der Zeitpunkt der Erbauung der Burg Falkenstein ist unbekannt. Sie zählt aber jedenfalls zu den ältesten Wehranlagen Kärntens und wurde bereits im Jahr 1164 als Valchenstain urkundlich erwähnt. Später heißt die Burg auch Walchenstein, was auf eine Besiedelung durch „Walchen“ (mundartlich für Italiener) schließen lässt. Möglicherweise steht diese Bezeichnung im Zusammenhang mit dem römischen Teurnia. Die Herren auf Falkenstein waren Ministeriale – adelige Gefolgsleute – der Grafen von Görz, die mehrfach im Streit mit dem Erzbistum von Salzburg lagen. 1271 urteilte Otto von Falkenstein in einem Streit zwischen dem Görzer Grafen und dem Stift Admont, das im oberen Mölltal über zahlreiche Besitzungen verfügte, „um Neubrüche in der Gegend von Stall im Mölltal.“ Nach 1300 scheint das Geschlecht derer von Falkenstein nicht mehr auf. Es wird nun zwischen dem oberen und dem unter „Valchensteyn“ unterschieden, die getrennt an kleinere Adelige verliehen wurden.

Später kamen beide Burgen rechtskräftig an die Habsburger, die beide Burgen verschiedenen und rasch wechselnden Pflegern überließen.

Unter den späteren Besitzern befanden sich auch die Weitmoser, eine der drei Salzburger Großgewerkenfamilien. 1905 erwarb die Burganlagen Hofrat Ferdinand Kaltenegger von Riedhorst und sein Umbau gab der Burg Unterfalkenstein ihr heutiges Erscheinungsbild. Im Jahr 1998 wurde die Burg Unterfalkenstein von der Hoteliersfamilie Fersterer aus Saalbach im Pinzgau käuflich erworben. Die Ruine Oberfalkenstein wurde 1989 an Herrn Weißmann verkauft.

Anm.: Genauere Angaben über die Geschichte und die Besitzerabfolge der beiden Anlagen finden sich in der deutschen Wikipedia.

Quellen

www.wikipedia.de Stichwort Burg Falkenstein (Obervellach)