Daniel Ratushny

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Daniel Ratushny

Daniel Ratushny (* 29. Oktober 1970 in Nepean, Ontario, Kanada) ist ein ehemaliger Eishockeyprofi. Er war von 2014 bis 2016 Trainer des EC Red Bull Salzburg sowie der österreichischen Nationalmannschaft.

Ratushny und Salzburg

Daniel Ratushny kam am 12. Mai 2014 als Nachfolger des zum Red Bull-Schwesterteam in München gewechselten Don Jackson nach Salzburg. Davor hatte der Kanadier drei Jahre in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erfolgreich mit den Straubing Tigers gearbeitet, dabei in der Saison 2011/2012 das Halbfinale erreicht und war dafür mit dem Titel "Trainer des Jahres" in Deutschland ausgezeichnet worden.

Noch bevor seine erste Saison in Salzburg so richtig begonnen hatte, wurde Dan Ratushny im Juli 2014 zusätzlich zum Teamchef der österreichischen Eishockey-Nationalmannschaft ernannt. Er erhielt einen Einjahresvertrag, der trotz des erneuten Abstiegs bei der A-WM in Prag im Juni 2015 um zwei weitere Jahre verlängert wurde. Ratushny wurde mit der Verjüngung des Teams beauftragt.

In seiner ersten Saison als Trainer des EC Red Bull Salzburg gelang Ratushny ein perfekter Einstand. Er bewies vor allem bei der Zusammenstellung des Kaders ein glückliches Händchen. So konnten nicht nur die wichtigsten österreichischen Spieler gehalten werden, auch seine neu ins Team geholten nordamerikanischen Legionäre und der vom Villacher SV zurückgeholte John Hughes konnten im Gegensatz zu den Vorjahren restlos überzeugen.

Die Saison begann mit guten Leistungen in der neu geschaffenen Champions Hockey League (5 Siege, 1 Niederlage) und dem Aufstieg ins Achtelfinale dieses Bewerbs. Nur ein zehnminütiges Black-Out in der Champions League gegen den späteren Titelträger Lulea hatte zwischendurch dafür gesorgt, dass die Saison kurzzeitig aus der Bahn geworfen wurde. Nach einem 4:2-Auswärtssieg hatte man nach dem ersten Drittel zuhause bereits 4:1 (Gesamtscore 8:3) geführt, nur um dann das zweite Drittel mit 0:5 und das Spiel in der Verlängerung zu verlieren.

In der EBEL landete man auf Platz eins nach dem Grunddurchgang, hielt diesen Platz eins auch in der Zwischenrunde und sicherte sich dann mit 12 Siegen in nur 13 Play-off-Spielen im Eiltempo den Meistertitel. Im Play-off der EBEL schaffte nur der Villacher SV im Viertelfinale in Spiel 2 einen Sieg gegen die dominanten Salzburger, die im Halbfinale den Klagenfurter AC und im Finale die Vienna Capitals mit 4:0 Gesamtsiegen bezwangen und mit 11 gewonnenen Play-off-Spielen in Folge einen neuen österreichischen Rekord aufstellten.

In seiner zweiten Saison in Salzburg konnte er den Erfolg mit einem Finalsieg gegen den HC Znojmo wiederholen. Kurz darauf verkündete er nach einem Angebot des schweizer Erstligisten HC Lugano seinen Abschied aus Salzburg.

Erfolge

Spieler
  • 1989 in der zweiten Runde des NHL Draft als Nr. 25 gezogen
  • 1990 Gold mit Team Kanada bei der U20 WM
  • 1992 Silber mit Team Kanada bei den Olympischen Winterspielen von Albertville (F)
  • 1993 einziges NHL-Spiel für die Vancouver Canucks
  • 2000 Meister in Japan mit Seibu Tetsudo Tokio
Trainer
  • 2012 Trainer des Jahres in der DEL (Straubing Tigers)
  • 2015 und 2016 EBEL-Meister mit EC Red Bull Salzburg

Quellen