Den Gang einlegen

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Den Gang einlegen nennt sich ein Sprach-Bild-Kunstweg in St. Jakob am Thurn in der Tennengauer Gemeinde Puch.

Allgemeines

Am Anfang war die Idee und die Idee wurde zu Sprach-Bildern, im Gasthaus Schützenwirt. Und der Auftrag wurde von Daniell Porsche an das Künstlerduo „1000&“, Irmgard Siepmann und Martin F. Hahnl, weitergegeben. Diese zogen sich zum kreativen Teil in ihre Künstlerwerkstatt in Kirchberg in Kärnten zurück. In rund 1.100 m Seehöhe, in einem alten, ehemaligen Salzburger St. Peterer-Pfarrhof entstanden dann jene Sprach-Bild-Transparente, die seit 11. Juni 2011 bei St. Jakob am Thurn zum „Gedankengehen“ einladen.

Der Weg

In St. Jakob am Thurn, ab Gasthaus Schützenwirt zum Feuerwehrhaus, dann die erste Abbiegung links, nach dem Wald beim letzten Bauernhof rechts abbiegen (Weg sichtbar) und immer den Füßen nach; man kann auch vom Schützenwirt vorbei an Kirche und Pfarrhaus, dann rechts, geradeaus, beim letzten Haus wieder rechts durch den Wald gehen (und kommt wieder zu oben genannten Bauernhof). Er endet beim Paracelsus-Hof.

Höhendifferenz: weniger als einhundert Meter

Gehzeit bergwärts: 40 bis 60 Minuten, je nachdem, wie lange man für ein Transparent benötigt; gutes Schuhwerk empfehlenswert;

Die Transparente

Künstler Martin F. Hahnl legte dabei Wert darauf, dass es sich um Transparente handelt und nicht um Plakate. Nicht plakativ, sondern transparent möchten Irmgard Siepmann und er ihre Sprach-Bilder verstanden sehen.

Martin F. Hahnl schilderte, dass es gar nicht so einfach war, die richtigen Bäume für die Transparente zu finden. Zunächst suchte der Künstler, geleitet von seinem Gefühl, einen geeigneten Ort aus. Und hoffte, dass sich dort auch zwei Bäume im richtigen Abstand zueinander zum Spannen eines Transparents finden. War beides übereinstimmend gefunden, begann die Kunst. Nämlich, die Kunst, das Transparent so zu befestigen, dass es einerseits nicht Kunstbanausen durch zu niedriges Aufhängen in die Hände fällt. Andererseits es so hoch aufzuhängen, dass es noch lesbar bleibt.

Die Texte sind mit Bildern unterlegt, die auch zum Nachdenken anregen können. So zum Beispiel mit Werken des Bildhauers Herbert Trapp.

Apropos Lesbarkeit. Ein bisschen Kreativität fordert das Lesen der Texte schon. Denn es handelt sich bei den Texten auch um ineinander fließende Wort- und oder Buchstabenkombinationen, in denen einzelne Buchstaben manchmal mehrfache Verwendung finden. Manche müssen von unten nach oben gelesen werden u.s.w.

Transparent-Texte

Auswahl:

„Einst war ich Vogel
morgen bin ich Baum
alles besteht
alles vergeht“

„Oft führen eben nur steinige Wege
an die besonderen Orte des Lebens“

„Es ist nicht...
Geld - Bruder
Macht - Schwester
Korruption - Mutter
Krieg - Vater
Hass - mein Kind“

„Es hat keinen Sinn nach dem Sinn zu fragen
Das einzige, was Sinn macht, sind die Fragen“

Quelle

  • Peter war bei der Eröffnungswanderung am 11. Juni 2011 dabei