Hauptmenü öffnen

Salzburgwiki β

St. Jakob am Thurn

Herbstlicher Weiher
Schloss-Turm in St. Jakob
Platz vor der Kirche
Eingang beim Kulturzentrum mit Jakobisaal
St. Jakob in Blickrichtung Salzburg mit Schloss Goldenstein
Erzbischöfliches Pfarramt von St. Jakob am Thurn
Friedhof von St. Jakob am Thurn zu Allerheiligen 2015

St. Jakob am Thurn ist ein Ortsteil der Gemeinde Puch bei Hallein im Tennengau.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Der Kirchenplatz befindet sich in einer Seehöhe von 520 m, etwa 80 m über dem Flusstal der Salzach. Die zu St. Jakob gerechneten Häuser ziehen sich vom Talboden entlang den Hängen des Thurnbergs weit in die Höhe. Der Mühlstein ist mit 1 059 m ü. A. die höchste Erhebung in diesem Bereich.

Geschichte

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg bestand die geschlossene Ortschaft neben der Kirche und dem Schloss aus nur acht Häusern, von denen eines die Schule, eines das Pfarrhaus, ein weiteres die Krämerei und schließlich eines das Dorfgasthaus war; dazu kamen noch ein Bauernhof und drei Privathäuser. Ab etwa 1960 ist anschließend daran im Südosten eine Siedlung von 25 Häusern entstanden. Durch die Übersiedlung der Feuerwehr-Zeugstätte in das 2008 neu errichtete Vereinshaus an der Risolstraße ist der geschlossene Ortskern bedeutend gewachsen.

Die Bezeichnung St. Jakob besteht für die Kirche schon seit 1324.

Das Schloss und die verwaltungs- und gerichtsmäßig dazugehörenden Häuser – die sogenannte Hofmark – werden aber noch im 18. Jahrhundert teilweise Thurn, teilweise auch St. Jakob genannt, bis sich schließlich die Bezeichnung St. Jakob am Thurn durchsetzte[1].

Gebäude

Unternehmen

100 Jahre Nahversorger in St. Jakob am Thurn

Bereits seit 100 Jahren betreibt die Familie Ellinger in St. Jakob am Thurn ein Gemischtwarengeschäft. Der Betrieb im Ortszentrum sieht sich als direkter Nahversorger und wird heute in der vierten Generation geführt. Der Gremialvorsteher des Salzburger Lebensmittelhandels, Komm.-Rat Peter Buchmüller, und Gremialgeschäftsführer Johann Peter Höflmaier überreichten der Inhaberin Elke Ellinger und der Seniorchefin Gertrude Ellinger eine Dank- und Anerkennungsurkunde der Wirtschaftskammer Salzburg.

Das Geschäft wurde 1903 von Gertraud Fuchshofer gegründet und seitdem ununterbrochen am gleichen Standort betrieben. Von 1903 bis 1956 wurde es von Gertraud Göllner (verwitwete Fuchshofer) geführt. 1956 hat ihre Tochter Rosa Fuchshofer den Betrieb übernommen und bis 1967 fortgeführt. Bis Ende 1997 wurde er von Gertrude Ellinger selbstständig betrieben, mit Anfang 1998 hat ihn mit Elke Ellinger die jüngste Generation übernommen.

Ursprünglich wurde in der Gemischtwarenhandlung von Petroleum über Strickwaren bis hin zu Lebensmitteln das klassische Sortiment eines Gemischtwaren-Nahversorgers geführt. Im Laufe der Zeit wurde die Palette der angebotenen Produkte den gewandelten Kundenbedürfnissen angepasst, wobei heute der Lebensmittelhandel und der Verkauf von Schreib- und Rauchwaren den Kern des Sortiments umfassen. Durch die Nähe zur Schule ist der Nahversorgerbetrieb nicht nur eine willkommene Einkaufsquelle der örtlichen Bevölkerung, sondern auch ein beliebter Treffpunkt der Schüler von St. Jakob.

Sehenswürdigkeiten

Das Schloss

Der Turm dürfte aus der Zeit um 1200 stammen, auch der Anbau wurde noch im Mittelalter angefügt. Die Burg war Sitz der Herren "von Thurn", einer der bedeutendsten Salzburger Ministerialenfamilien.

Nach dem Tode von Alexander Hieronymus Freiherrn von Thurn zu Neubeuern († 29. August 1642) wurde 1647 Johann Graf Plaz mit dem Schloss Thurn belehnt.

Die Anlage befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen.

Wallfahrtskirche St. Jakob am Thurn

Hauptartikel: Pfarr- und Wallfahrtskirche Sankt Jakobus d. Ä.

Die Kirche wurde urkundlich 1238 erstmals erwähnt. Neben der Jakobuswallfahrt ist die Kirche auch für ihre Loreto-Kapelle bekannt.

Nepomuk-Statue

Nördlich der Kirche, gegenüber dem Pfarrhaus, steht eine lebensgroße Steinfigur des heiligen Johannes von Nepomuk aus dem Jahr 1744, die von Joseph Anton Graf Plaz gestiftet wurde. Die Statue ist ein Werk des großen Barock-Künstlers Josef Anton Pfaffinger, der auch durch eine Reihe anderer Werke in Salzburg und Oberösterreich bekannt wurde. Seine Liebe galt im Besonderen dem heiligen Nepomuk, den er mehrfach darstellte. Eine ebenfalls aus Stein gefertigte Balustrade aus dem Jahr 1765 umgibt die Figur als würdiger Rahmen.

Erwähnenswert

  • Kalchgrubgut: in unmittelbarer Nahe des Gehöfts steht in einer Senke die 1707 erwähnte Mühle, die zu verfallen droht und nun (2008) restauriert werden soll;

Gastronomie

Vereine

Bildung

Persönlichkeiten

Feste

Am Sonntag um Jakobi (25. Juli): Jakobi-Kirtag

Bildergalerie

Weblinks

Quellen

Fußnoten

  1. Kermauner S., 2012: St. Jakob am Thurn – Chronik eines Dorfes. 2. Auflage. Eigenverlag Patzner, St. Jakob am Thurn. ISBN: 978-3-200-02869-2