Elisabeth Girstenbrey

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Elisabeth Elise Girstenbrey, geborene Selos (* 9. August 1885 in Salzburg; † 14. Juli 1958) war Geschäftsinhaberin und Hausbesitzerin in (Salzburg) Itzling.

Leben

Sie heiratete am 9. Mai 1911 den Fotograf, Werbefachmann (Reklame-Institut), Kinobesitzer und Dolmetscher Bernhard Girstenbrey. Die Braut brachte den Sohn Alfred Selos (Seelos), (* 6. Oktober 1908; † 2. März 1995) in die Ehe ein. Die eheliche Tochter Hildegard wurde am 10. November 1914 geboren († 20. März 1974).

Im Haus Brunnengasse 1 in Itzling, erbaut 1901 von ihren Eltern Peter und Ursula Selos [Seelos]), wohnte die Familie Girstenbrey. 1911 wurde der Elisenhof, benannt nach "Elise", gleich daneben, fertiggestellt und dürfte ebenfalls Elise gehört haben. Wie man im Artikel über den Elisenhof nachlesen kann, schien sie die Herrin über den Elisenhof gewesen zu sein.

Am 7. August 1920 verlor sie durch einen eigenartigen unglücklichen Zufall ihr linkes Auge. Sie stand an einem Fenster ihrer Wohnung und schaute mehreren, auf der Brunnengasse spielenden Kindern zu. Plötzlich hörte man einen gellenden Wehschrei und Frau Girstenbrey sank auf einen Stuhl zurück. Als ihr Mann herbeigeeilt war, bemerkte er zu seinem nicht geringen Entsetzen, dass seine Frau am linken Auge schwer verletzt war. Von den auf den Brunnengasse spielenden Kindern war ein Pfeil gegen das Fenster der Wohnung Girstenbrey geschleudert worden, der Frau Girstenbrey mit voller Wucht traf. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, wo man ihr das Auge entfernen musste. Trotz sofortiger Erhebungen der Polizei gelang es nicht, den schuldtragenden Buben ausfindig zu machen.

Quellen

  • Salzburgwiki-Aritkel
  • ANNO, (Linzer) Tages-Post, Ausgabe vom 7. August 1920, Seite 5