Hauptmenü öffnen

Flusskraftwerk Trattenbach

Das Flusskraftwerk Trattenbach steht in Wald im Pinzgau und nutzt den Trattenbach und den Tortalbach.

Allgemeines

Ab 1910 deckte die Familie Strasser ihren Strombedarf mit einem eigenen Kraftwerk aus dem Trattenbach. Anfänglich trieb es die Mühle der Familie, später wurde durch das 210 kW leistende Ausleitungskraftwerk auch das Gemeindegebiet Wald mit Strom versorgt. 1985 erwarb die Salzburg AG im Zuge des Baues des Kraftwerkes Wald dieses Kraftwerk. Die Wasserfassung der beiden Bäche liefert das Wasser in den Speicher Trattenbach. Über eine 4,7 km lange Druckrohrleitung fließt das Wasser zum Krafthaus. Die Leitung hat fünf Manneinstiegsöffnungen und zwei Feuerwehrhydrantenanschlüsse mit Druckredziereinrichtungen von 68 auf vier bar Druck. Die feierliche Eröffnung fand am 14. Oktober 2005 statt.

Die Erzeugung entspricht dem Verbrauch von rund 4 700 Haushalten.

Das Krafthaus ist das selbe wie jenes des Kraftwerkes Wald, und steht in der Ortschaft Wald in der Nähe der Salzach. Es erhielt von Christian Hitsch eine ganz besondere Gestaltung.

Die für den Kraftwerksbau errichtete Straße ist Teil des Tauernradweges.

Besichtigungen für Gruppen sind nach Vereinbarung möglich (Salzburg AG).

Technische Daten

Kraftwerkstype: Laufkraftwerk (im Winter im Schwellbetrieb)
Gesamteinzugsgebiet: 175 km²
durchschnittliche Jahreserzeugung: 64 .000 MWh
Engpassleistung: 23 500 kW
Wehranlage mit Fischaufstieg
Festes Wehr, ca. 17 m Länge
Wehrhöhe: 7 m
Stauklappe: 4,5 m breit, 1,6 m hoch
Speicherteich Trattenbach:
Nutzinhalt: 5 600 m³, 190 m lang
Stauziel 1 467,0 m ü. A.
Triebwasserweg: 4 725 m;
Durchmesser: 700 bzw. 600 mm
im oberen Teil Gussrohre, unten Stahlrohre
Bruttofallhöhe: 601,25 m
Ausbaudurchfluss: 1,0 m³/s
Turbine: Peltonturbine mit waagrechter Welle (Fab. Geppert)
Nennleistung: 5 070 kW
Drehstrom-Synchrongenerator mit 6 000 kVA direkt gekuppelt (ELIN)
Inbetriebnahme: 2005
Energieableitung über die Umspannstation Wald ins Hochspannungsnetz (110 kV) der Salzburg AG

Quellen