Wald im Pinzgau

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Karte
Karte 5742.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Zell am See (ZE)
Fläche: 69,24 km²
Geografische Koordinaten: 47° 15' N, 12° 13' O
Höhe: 885 m ü. A.
Einwohner: 1 153 (1. Jänner 2017)
Postleitzahl(en): 5742
Vorwahl: 0 65 65
Gemeindekennziffer: 50 626
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: 5742 Wald im Pinzgau
Wald 34
Offizielle Website: www.wald.salzburg.at
Politik
Bürgermeister: Michael Obermoser (ÖVP)
Gemeinderat (2014): 13 Mitglieder:
9 ÖVP,
2 SPÖ,
2 FPÖ
Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869  511
1880  504
1890  515
1900  575
1910  612
1923  594
1934  656
1939  536
1951  775
1961  847
1971  937
1981  977
1991 1 022
2001 1 176
2011 1 155
2015 1 142
Karte
Wald im Pinzgau, Ansicht von der Gerlosstraße
Wald im Pinzgau, Westansicht

Wald im Pinzgau ist eine Gemeinde im Pinzgau.

Geografie

Geographische Lage

Die Ortsgemeinde liegt im westlichen Oberpinzgau und grenzt an die Nachbargemeinden Krimml und Neukirchen am Großvenediger. Nördlich der Gemeinde liegt bereits das Bundesland Tirol. Im Gemeindegebiet befinden sich das auf 1 600 m ü. A. angelegte Almdorf Königsleiten, sowie der Salzachgeier, an dem die Quellen der Salzach entspringen.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst die Katastralgemeinden Wald und Hinterwaldberg. Weiters unterteilt sich die Gemeinde in die folgenden Ortschaften.

Anmerkung: In kursiver Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr 2001 angegeben.

Nachbargemeinden

Im Süden befindet sich die Gemeinde Krimml, im Osten Neukirchen am Großvenediger, im Westen die Tiroler Gemeinde Gerlos und im Norden Hopfgarten im Brixental.

Religion

Pfarrkirche Wald im Pinzgau
Pfarrkirche Wald im Pinzgau, Innenansicht
Wald im Pinzgau, Zentrumsansicht
Wald im Pinzgau, Rotes Kreuz und Feuerwehrhaus

Die katholische Kirche lässt sich durch einen erhalten gebliebenen Ablassbrief bis in das Jahr 1395 nachweisen. Der Chiemseer Weihbischof Bernhard führte 1469 die Weihe der Kapelle des hl. Nikolaus und der 14 Nothelfer durch. Bis 1555 gehörte Wald der Pfarre Bramberg an, danach zum Vikariat Neukirchen. 1671 erfolgte die Erhebung zum selbstständigen Vikariat.

Das Kirchengebäude zeigt sich im gotischen Stil, der durch mehrere Umbauten im Lauf der Zeit Änderungen erfahren hat.

Geschichte

Die Siedlungsgeschichte der Gemeinde und ihres Umlandes lässt sich bis in die Kupferzeit um 1 500 v. Chr. nachweisen.

Zu Beginn des 11. Jahrhunderts hatten die Grafen von Lechsgemünd-Mittersill das Gebiet von den bayerischen Herzögen zu Lehen. 1224 ging es an den Salzburger Erzbischof Eberhard II. von Regensberg über. 1160 folgte die erstmalige urkundliche Erwähnung der heutigen Gemeinde.

1898 wurde die Pinzgauer Lokalbahn in Betrieb genommen. Die Schmalspurbahn führte über 50 km von Zell am See nach Wald. Nach einem schwerem Zugunglück am 2. Juli 2005 und der Hochwasserkatastrophe vom Sommer 2005 wurde der Schienenverkehr von Mittersill bis zur Endstation "Krimmler Bahnhof" jedoch eingestellt. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen konnte die Bahnstrecke im Jahr 2010 wieder in Betrieb genommen werden.

Pinzgaubahn, Endstation Krimml im Gemeindegebiet Wald im Pinzgau

Mit der Errichtung des "Straßerschen Elektrizitätswerkes" konnte der Ort ab 1910 mit elektrischem Licht versorgt werden. Ab den 1930er Jahren wurde vermehrt der Skilauf gepflegt, 1951 kam es zur Gründung des Sportclubs Wald/Königsleiten.

In Wald im Pinzgau beginnt die alte Gerlosstraße, die am 1. Dezember 1962 durch die Eröffnung der von Franz Wallack geplanten und über Krimml führenden Gerlos Alpenstraße ihre Bedeutung als Passstraße verlor. Ab 1965 begann die Erschließung der Skiregion Königsleiten und der Bau des Almdorfes. Mit der Gründung des Nationalparks Hohe Tauern wurde Wald im Pinzgau 1984 eine der ersten Nationalparkgemeinden.

2001 wurde die "Umfahrung Wald" eröffnet, um die Verkehrsbelastung im Ortskern zu reduzieren. Nach der Hochwasserkatastrophe von 2005 wurde im Jahr 2006 mit dem Bau von intensiven Hochwasserschutzmaßnahmen begonnen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den ältesten Gebäuden zählen der Pfarrhof und die alten Tavernen, von welchen die ehemalige Haupttaverne heute als "Walder Wirt" noch immer besteht.

Die alte Gerlosstraße wurde einst als 30 km langer Saumpfad von Wald über den Gerlospass nach Zell am Ziller angelegt und 1631 zu einem 3,5 Meter breiten Fuhrweg ausgebaut. Auf der Straße wurde damals das am Rohrberg und Hainzenberg gewonnene Golderz über den Gerlos zu den Schmelzöfen nach Lend und Mühlbach im Pinzgau gekarrt.

In Königsleiten befindet sich das höchst gelegene Planetarium Europas. An dessen Außenwand ist zudem die zweitgrößte Sonnenuhr des Bundeslandes Salzburg angebracht. Die Sternwarte (Planetarium) ist zugleich Ausgangspunkt des Planetenwanderwegs, der über das Hochplateau von Königsleiten führt.

Im Ortsteil Vorderkrimml befindet sich die zu einem Schaustollen ausgebaute Mineraliengrotte (Fluoridkristalle).

Vereine

Sportvereine

Wirtschaft und Infrastruktur

Wald entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem, besonders im Winter beliebten Fremdenverkehrsort. Die Entwicklung wurde bereits 1965 mit der Erschließung der Skiregion Königsleiten und dem Bau des Almdorfes eingeleitet. Heute verfügt das Almdorf über etwa 950 Wohneinheiten in der Gastronomie und im Bereich der Ferienwohnungen.

Mit dem Zusammenschluss der Liftanlagen von Königsleiten, der Gerlosplatte und den Tiroler Gemeinden Gerlos und Zell am Ziller entstand mit der Zillertal-Arena eines der größten zusammenhängenden Skigebiete Österreichs. Durch dieses Wintersportangebot verfügen die auf den Fremdenverkehr fixierten Betriebe über eine sehr gute Auslastung. Am 11. Dezember 2010 wurde hier mit der neuen Königsleiten Dorfbahn eine moderne 8er-Gondel Aufstiegshilfe eröffnet.

Bildung

Politik

Bürgermeister

Hauptartikel: Bürgermeister der Gemeinde Wald im Pinzgau

Auszeichnungen der Gemeinde

Ehrenbürger

Hauptartikel: Ehrenbürger der Gemeinde Wald im Pinzgau

Wappen

Am 14. Oktober 1969 wurde der Gemeinde Wald im Pinzgau durch die Salzburger Landesregierung das folgende Wappen verliehen:

In silbernem Schild drei grüne Fichten auf grünem Hügel, der in der Mitte mit drei goldenen Kugeln belegt ist.

Die Fichten nehmen Bezug zum Ortsnamen. Die drei goldenen Kugeln sind das Attribut des [[Kirchenpatrons, des Heiligen Nikolaus.

Persönlichkeiten

Töchter und Söhne der Gemeinde

Hauptartikel: Töchter und Söhne der Gemeinde Wald im Pinzgau

Literatur

  • Lahnsteiner, Josef: Oberpinzgau von Krimml bis Kaprun, Selbstverlag Josef Lahnsteiner, Hollersbach,

Weblinks

Quellen

Städte und Gemeinden im Pinzgau
TennengauSalzburgFlachgauPongauLungauPinzgauLage des Pinzgau im Land Salzburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild

Stadtgemeinden: MittersillSaalfelden am Steinernen MeerZell am See
Marktgemeinden: LoferNeukirchen am GroßvenedigerRaurisTaxenbach
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