Gadaunern

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Gadaunern ist eine Ortschaft in der Gemeinde Bad Hofgastein im Pongau.

Lage

Gadaunern liegt östlich der Gasteiner Ache am südlichen Ende der Gemeinde Bad Hofgastein in der Katastralgemeinde Heißingfelding. Nördlich grenzt der Ort bereits an die Gemeinde Bad Gastein. Im Ortsbereich von Gadaunern zweigt das Angertal vom Gasteinertal ab.

Geschichte

Die Ortschaft wurde erstmals 1224 als „Gadvnarn“ mit den Gütern „Stozperge“ und „Herwigsperge“, deren Lage aber heute nicht mehr feststellbar ist, im ältesten bayerischen Urbar urkundlich erwähnt. Gemeinsam mit dem Faschingberg zählt der Ortsteil zu den ältesten nördlichen Siedlungsgebieten der Gemeinde Bad Hofgastein. Weitere Nennungen beziehen sich auf Diepold von Gastein, der 1327 auf seinem Siegel die Umschrift „Diepoldi von Gadvnarn“ führte, und auf Friedrich und Wulfing von Goldegg, die 1332 für den Salzburger Erzbischof Friedrich von Leibnitz ihre Mann- und Lehenschaft auf dem Gut Gadaunern an Heinrich von Lampoding verkauften. Ab dem 14. Jahrhundert änderte sich der Name in "Kadawnarn".

Die Herkunft des Namens lässt sich bis heute nicht klären. Allgemein vermutete romanische und slowenische Wurzeln lassen sich trotz einiger Parallelen nicht belegen. Heinrich von Zimburg führte den Namen wiederum auf eine bairische Herkunft zurück, konnte dafür aber auch keine Belege liefern.

Für den Faschingberg wird oft noch der ältere Name „Zennersperg“ verwendet. Diese Bezeichnung war wiederum eine Verballhornung des eigentlichen Namens „St. Zenoberg“, der daher stammt, dass ein Großteil der Besitzungen in ältester Zeit zum Kloster St. Zeno in Reichenhall gehörten. Der neue Name des Berges entwickelte sich vermutlich aus dem hier gehäuft vorkommenden Familiennamen „Faschang“ (i.d.Bed.v. Fasan).

Sehenswürdigkeiten

Der Gasteiner Höhenweg führt von der Kaiser-Wilhelm-Promenade in Bad Gastein bis nach Bad Hofgastein, am Berghang liegend an Gadaunern vorbei und bietet wunderschöne Ausblicke auf die darunter liegende Ortschaft.
Entlang des Höhenwegs gelangt man zur wildromantischen Schlucht bei Gadaunern. Dieser rund 1,2 Kilometer lange Taleinschnitt gibt der Landschaft ein markantes Gepräge und gehört zu den Naturdenkmälern des Bundeslandes Salzburg.

Quelle

  • Sebastian Hinterseer: Bad Hofgastein und die Geschichte Gasteins. Salzburger Nachrichten VerlagsGmbH & Co KG. Salzburg 1977. ISBN 3-85304-036-5.