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Goldhaube (Militär)

Goldhaube heißt das legendäre System zur Luftraumüberwachung für Österreich, das in einem Bunker in St. Johann im Pongau - Plankenau untergebracht ist.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Der Bunker wurde zwischen 1978 und 1982 errichtet, ist aber technisch stets auf dem neuesten Stand. Lediglich die vier Notstromaggreate, vier Schiffsdiesel, müssen 2012/13 ausgetauscht werden, da es für die bei der Jenbacher Werke AG (Nordtirol) hergestellten Aggregate immer schwerer ist, Ersatzteile zu organisieren.

Nach strengen Eingangskontrollen führt ein Gang mehrere Hundert Meter ins Berginnere zu Lagerräumen, Büros und dem EDV-Zentrum, die sich auf mehrere Stockwerke verteilen. Weiters finden sich Stollen für Sanität, Versorgung und Unterkunft im Berg.

In dem bestens geschützten Areal stehen der Europol- und Schengenrechner. Seit 1. August 2011 werden die Daten von Europol, der EU-Polizeiagentur in Den Haag, Niederlande, hier gespeichert.

Alle Mitarbeiter werden intensiv vom Abwehramt auf ihre Verlässlichkeit geprüft.

Zentrales Ausweichsystem (ZAS)

Das ZAS für die Republik Österreich wurde geschaffen, wenn Elementarereignisse oder militärische Handlungen die Datenseelen in Wien auslöschen würden, müsste es möglich sein, an einem Ersatzort die IT-Infrastruktur für das Land wieder aufnehmen zu können.

Sonstiges

Großraumradarstation Kolomansberg

Die Großraumradarstation Kolomansberg auf dem Gipfel des Kolomansberges bei Thalgau (Flachgau ist seit 1962 eine Radarkuppel des österreichischen Bundesheeres. Sie ist Teil des Luftraumüberwachungssystems Goldhaube und wurde 2002 durch ein neues, leistungsfähigeres Radargerät mit einer Reichweite von 450 Kilometern ersetzt.

Größte Grubenwehr Österreichs beim Heer

Mit 60 Mann stellt das Heer für den Bunker die größte Grubenwehr Österreichs. Sie war auch bei der Brandkatastrophe der Gletscherbahn Kaprun im Einsatz. Im Ernstfall kann sie mit Hubschraubern verlegt werden.

Quelle