Salzburger Grabendach

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Am unteren Bildrand und links von den beiden Türmen des Doms (Bildmitte) sind zwei schöne Beispiele Salzburger Grabendächer.

Das historische Salzburger Grabendach ist wohl vorrangig aus Feuerschutzgründen im frühen 15. Jahrhundert im Inn-Salzachraum entastanden. Vielleicht stammen erste Grabendächer auch von zinnengekrönten Wehrtürmen bzw. Wehrbauten.

Allgemeines

Man sieht Grabendächer auch heute noch, wenn man vom Festungsberg oder Mönchsberg auf die Salzburger Altstadt herunterschaut: niedrige Satteldächer und Grabendächer, die rechtwinkelig zur Straßenachse ziehen und durch eine über das Dach hinaus geführte, meist mit einer Hohlkehle abgeschlossene Fassadenwand verdeckt werden.

Im Brandfall schlug bei diesem Dach das Feuer erst verzögert auf das Nachbarhaus über, ein Brand konnte etwas besser bekämpft werden. Offene Gräben und horizontale Giebelmauern trennen die einzelnen Häuser und sollten im Brandfall einerseits das Überspringen des Feuers verhindern, andererseits Hilfe von den Nachbarhäusern erleichtern. In den Dachgeschossen waren oft große Wasserbehälter aufgestellt, um im Ernstfall rasch löschen zu können.

Diese Dachlandschaft wurde manchmal irrtümlich als italienisch bezeichnet, was aber nicht den Tatsachen entspricht. Sie entstand vielmehr vor allem aus aus Sicherheitsüberlegungen vor allem im Raum um Inn und Salzach.

Bis etwa 1830 wurde das Grabendach auch bei den meisten Neubauten verwendet. Dann verlor sich diese Tradition zunehmend. 1920 waren noch 55 Prozent der Altstadthäuser mit Grabendächern versehen.

Quelle