Hüttschlager Männerwallfahrt

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das Ziel der Hüttschlager Männerwallfahrt im italienischen Friaul: der Wallfahrtsort Monte Lussari

Die Hüttschlager Männerwallfahrt ist eine uralte Wallfahrt.

Die Wallfahrt

Bis zum Ende der österreichischen Monarchie 1918 war der italienische Marienwallfahrtsort Maria Lussari bei Tarvis im Kanaltal eines der beliebtesten österreichischen Wallfahrtsziele. Die Hüttschlager Männerwallfahrt zu diesem Wallfahrtsort hat ihre Wurzeln im 17. Jahrhundert und war den Männern aus Hüttschlag im Großarltal vorbehalten.

Nach fünf langen und schwierigen Etappen trafen die Pilger am 25. Juli, am Jakobifest, bei der Wallfahrtskirche am Monte Lussari in 1 790 m ü. A. ein.

Im Sommer 2013 machten sich 15 Pilger auf die 110 mühsamen Kilometer, bei denen 5 000 Höhenmeter zu überwinden waren. Weil der historische Weg heute nicht mehr ganz genau bekannt ist, griffen die Pilger bei der Routenwahl auf die Erfahrungen zweier Hüttschlager Männergruppen zurück, die vor 20 und zehn Jahren ebenfalls nach Lussari gepilgert waren. Diese Route führt von Hüttschlag über das Schödertal und die Arlscharte zur Kölnbreinsperre im Kärntner Maltatal und weiter in das Gmündtal bis hinaus nach Spittal an der Drau. Von dort geht es über die Goldeck-Gruppe, dann wieder ins Tal zum Weißensee und über die Karnischen Alpen ins Kanaltal. Dann folgt der letzte Anstieg auf den Monte Lussari.

600 Jahre Wallfahrt auf den Monte Lussari

Der 'Luschariberg' liegt nicht weit von der Kärntner Grenze im italienischen Friaul. Er ist seit 600 Jahren einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der Kärntner und Slowenen. Am Monte Lussari steht die berühmte Filialkirche von Camporosso (ehemals Saifnitz). Den Höhepunkt der Pilgerströme erlebten Berg und Wallfahrtskirche 1890. Damals strömten mehr als 100 000 Pilger dorthin.

Heute ist der schöne Aussichtsberg mit einer modernen Seilbahn erschlossen.

Der Legende nach suchte im Jahr 1360 ein Hirte am Luschariberg verlaufene Schafe. Er fand sie kniend um einen Bergkieferstrauch. Als sich der Hirte diesem näherte, sah er im Strauch ein hölzernes, reliefartiges Bild der Gottesmutter mit dem Jesukind. Dieses Bild brachte er nach Saifnitz, wo er es dem Pfarrer übergab. Aber wie das so bei Legenden ist, am nächsten Tag war das Bild aus Saifnitz verschwunden und man fand es wieder am Luschariberg, umgeben von knienden Schafen. Ein drittes Mal wiederholte sich das Spektakel noch, dann meldete der Pfarrer die Sache dem Patriarchen von Aquileia, der daraufhin auf dem Berg eine Kapelle errichten ließ.

Quelle