Jakobitag

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Jakobikirtag in der Faistenau (2016)

Der Jakobitag (25. Juli) ist dem Apostel Jakobus dem Älteren gewidmet. An diesem Festtag, dem Prangertag, wird ihm zu Ehren das Patrozinium begangen. Im Bundesland Salzburg sind ihm zahlreiche Kirchen und Kapellen geweiht.

Schutzpatron

Er gilt als Schutzpatron der Hutmacher, Pilger und Wachszieher. Der hl. Jakob wird mit den Attributen Pilgerstab, Pilgerhut, Pilgerschuhen, Pilgerbuch und Pilgermantel mit Jakobsmuscheln (als Besatz) dargestellt.

Allgemeines

Früher war der Jakobitag ein Festtag der Hirten und Ziehtag für das Gesinde. Es war eines der volkstümlichen Heiligenfeste.

In St. Jakob am Thurn im Tennengau wird von den Jakobischützen alljährlich ein besonderer Tanz zu Ehren dieses Heiligen aufgeführt. Dieser Männertanz hat auch volksschauspielerische Züge, in denen der heilige Jakob als Türkenbefreier dargestellt wird.

Weiters gibt es in St. Jakob am Thurn und in Faistenau am Jakobitag auch einen Jakobi-Kirtag.

Jakobikirchen und -kapellen im Erzbistum Salzburg

sowie

  • in St. Jakob in Haus
  • Tischlerhäusl in Schüttdorf (→ Porscheallee): Die von Jakob Mayr, Tischlerhäuslwirt, 1764 errichtete Kapelle zum hl. Jakob war ein lokales Wallfahrtsziel von „Tauben“ (Ohrenleiden).[2] Die wegen der Straßenverbreiterung 1928 abgerissene Kapelle war an das Wirtshaus Tischlerhäusl, jetzt Sporthotel Alpenblick, angebaut. Neben der Kapelle befand sich ein Brunnen mit heilsamem Wasser.
  • Filialkirche zum hl. Jakob in Unzing

Wallfahrten

Zu diesem Tag fand früher die Hüttschlager Männerwallfahrt statt.

Quellen

Einzelnachweis

  1. Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957 (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 274.
  2. TISCHLERHÄUSEL bei Zell am See, Kap. zum hl. Jakob, [...]. In: Gustav Gugitz: Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Ein topographisches Handbuch zur religiösen Volkskunde in fünf Bänden, Wien 1958, Band 5, S. 212.