Herbert Reiter

Aus Salzburgwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Herbert Reiter (* 21. Februar 1968 in Altenmarkt im Pongau) ist ein österreichischer Schriftsteller. Reiter ist Mitglied der Salzburger Autorengruppe (SAG) und der IG Autoren. Im Jahr 2001 erhielt er den Rauriser Förderungspreis.

Leben

Herbert Reiter wird in der Gemeinde Altenmarkt geboren. Hier verbringt er auch seine Kindheit. Nach der Pflichtschule erlernt er den Lehrberuf des Elektrikers. Sein Interesse für die Computertechnik führt ihn zu einer Salzburger Computerfirma, für die er elf Jahre als Techniker arbeitet. Erst spät, mit etwa 20 Jahren, entdeckt er die Literatur für sich.

Schreiben

1999 legt Reiter die Berufsreifeprüfung ab. Im selben Jahr inskripiert er an der Universität Salzburg die Fächer Germanistik und Publizistik. Während dieser Zeit arbeitet Reiter unter anderem als Journalist für eine Salzburger Regionalzeitung und als Werbetexter. Reiter engagiert sich zudem in verschiedenen kulturellen Projekten (u. a. Kulturkreis Das Zentrum in Radstadt, A-Kultur in Altenmarkt).

2000 tritt er erstmals mit einem Text an die Öffentlichkeit. Die Literaturzeitschrift SALZ veröffentlicht Immer Saison, ein witzig-bissiger Text über die Tourismusauswüchse im Land.

2001 erhält er für die Prosa Sucht Goldberg den Rauriser Förderpreis. In diesem Text nimmt Reiter das Bergbau-Tourismus-Net-Dorf Rauris zur Vorlage. Den historischen Goldbergbau, das Weiße Gold des Tourismus und die Goldgräberstimmung in den Neuen Medien verbindet Reiter zu einer irrwitzigen Textcollage. Zitat Fritz Popp (Jury): "... eine Collage von assoziierten, stark fragmentierten Einzeltexten, der es gelingt, die Nicht-Linearität des Webs nachzubilden". Im selben Jahr erhält er für die Prosa Step den Jurypreis des Mellrichstätter Literaturpreises. Im Jahr darauf publiziert der Arovell-Verlag den Rauris-Text, Step und weitere Kurzprosa unter dem Titel Sucht Goldberg (Arovell 2002).

2004 beendet Reiter sein Studium als Magister. In seiner Diplomarbeit beschäftigt er sich mit Peter Handkes Schreiben. Die Kindergeschichte (1981) ist Ausgang für seine Studie zur Kindheits-Poetik in Handkes Werk. Reiter schreibt seine Diplomarbeit bei Prof. Hans Höller. Im selben Jahr veröffentlicht Reiter eine weitere Sammlung mit Kurzprosatexten, Stimm (Arovell 2004).

2008 erscheint Reiters bislang letztes Buch: Reise Rom., ein Journalroman (Arovell 2008). Dieser Roman wurde durch ein Rom-Stipendium des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert. Reise Rom. beschreibt den Alltag eines Programmierers und seine (Sprach-)Reise nach und in Rom.

Publikationen

  • Sucht Goldberg, Kurzprosa und Lyrik, Arovell Verlag, Gosau 2002
  • Stimm, Kurzprosa, Arovell Verlag, Gosau 2004
  • Reise Rom., Journalroman, Arovell Verlag, Gosau 2008
  • Texte in den Literaturzeitschriften SALZ und LICHTUNGEN.
  • Jahrbuch 1 Lo Scritto 2001

Links