Hoffuß

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Der Hoffuß ist ein altes Einteilungssystem, mit dem einst die Größe bäuerlicher Anwesen definiert wurde. Die Grundmaßeinheit war der sog. Ganze Bauernhof. Vom Ganzen Hof leiteten sich alle weiteren Größen ab. Der Hoffuß war aber auch die Bemessungsgrundlage für die Natural- und Geldleistungen, zu denen Hofinhaber und Dienstleute verpflichtet waren.

Das Größeneinteilungssystem

Nach dem Hoffuß gab es folgende Größenbezeichnungen:

  • Ganzer Hof. Seine Größe war definiert und galt als Ausgangsmaßeinheit für alle anderen Größen. Man rechnete ihn zu 50, 60 Joch Ackerland und Wiesen, zuweilen auch darüber, bei einem Winterfutterstand von ungefähr 30 Kühen und einigen Ochsen.
  • Dreiviertelhof
  • Halber Bauernhof oder „Hube“ (ca. 30 Joch, 15 Kühe)
  • Viertelhof oder „Lehen
  • Achtel(s)hof oder „Bauselde“
  • Leerselde: ein Sechzehntel eines Ganzen Hofes
  • Leerhäusl: ein Zweiunddreißigstel eines Ganzen Hofes
  • Holzknechtselde: Sie steht im Bergwald und wird nur während der Arbeitszeit bewohnt.

Die Bemessung der Natural- und Geldleistungen

Der Hoffuß bildete auch die Grundlage für die Bemessung der Natural- und Geldleistungen, die die Hofinhaber oder Dienstleute zu entrichten hatten.

Quellen