Viertelhof

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Der >Viertelhof< oder auch >Lehen< genannt, war einst eine definierte Besitzgröße und entsprach einem Viertel des sog. ganzen Bauernhofs, der als Maßeinheit für die Stufenreihe der Besitzgröße landwirtschaftlicher Anwesen angewandt wurde. Diese Einteilung nannte man Hoffuß.

Der ganze Hof

Ein Ganzer Bauernhof bestand aus ca. 50 bis 60 Joch Ackerland und Wiesen, manchmal war der ganze Hof auch etwas größer bemessen. Dieser Hofgröße entsprach ein Winterfutterstand von etwa 30 Kühen mit einigen Ochsen. Der Winterfutterstand wurde deswegen angeführt, da sich im Sommer der größte Teil des Viehs auf Almen befand und daher der Sommerfutterstand als Bewertungshintergrund nicht sinnvoll gewesen wäre.

Der Viertelhof

Mit einem Viertelhof, auch >Lehen< genannt, d. h. mit einem Hof, der über ein Viertel der Größe des Ganzen Hofes verfügte, wurden schon in der Karolinger Zeit „untertänige Bauern von dem Eigentümer eines Herrnhofes belehnt, und es findet sich die Benennung quartani (Viertelhöfener, Lehenbauer) in dem Kapitulare de villis und um das Jahr 1000 in der Güterbeschreibung des Bistums Chur (Planta, das alte Rätien).“

Neben dem Ganzen Bauernhof und dem Viertelhof gab es noch folgende Größeneinheiten:

Quellen