Köpfe und Masken

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Titelbild Buch Köpfe und Masken

Buchtipp Köpfe und Masken, symbolische Bauplastik an mittelalterlichen Kirchen.

Autor: Dr. phil. habil., Hon.-Prof. Peter Dinzelbacher
Verlag: Verlag Anton Pustet
Erscheinungsjahr: 2014
ISBN 978-3-7025-0741-1

Verlagstext

In mittelalterlichen Kirchen fühlt man sich oft von kopfförmigen Skulpturen an den Kapitellen geradezu beobachtet. In Gesellschaft steinerner Masken, Tiere, ja bisweilen Monstren, Pflanzen und geometrischer Figuren geben sie viel über die religiösen Vorstellungen einer Epoche preis, die bis heute auf uns eine rätselhafte Faszination ausübt. Der vorliegende Band zeigt erstmals in etwa 200 Abbildungen den Reichtum dieser von der Kunstgeschichte weitgehend vernachlässigten Objekte – nicht nur im Land Salzburg, sondern auch in ­Bayern. Da es sich bei den Kopfskulpturen und Motiven um ein gesamteuropäisches Phänomen handelt, werden immer wieder Vergleiche aus anderen Regionen gezeigt.

Die formale Entstehung dieser steinernen Masken und Gesichter in Romanik und Gotik sind ebenso Thema wie die Psychologie ihrer Wirkung.

Die Fülle der Beispiele erlaubt eine eingehende Diskussion dieser Interpretationen und ermöglicht tiefe Einblicke in die faszinierende religiöse Mentalität des Mittelalters.

Mit Fotografien von Eva-Maria Mrazek

Über den Autor

Peter Dinzelbacher, Dr. phil. habil., Hon.-Prof. an der Universität Wien. Verfasser von über 30 Monografien und von etwa 400 Aufsätzen besonders zu Mentalität, Religiosität, Volkskultur, Frauengeschichte und Ikonografie des Mittelalters; Herausgeber der interdisziplinären Zeitschrift "Mediaevistik".

Rezension 1

Unklare Inhaltsgestaltung, die so das Wissen schwerer erfassbar macht

Die symbolische Bauplastik des Mittelalters für Stadt und Land und die nähere Umgebung vorzustellen und zu illustrieren sind das wichtigste Ziel dieses Buches“ schreibt der Autor, Professor an der Universität Wien, in seinem Vorwort. Was ja und nein für den Inhalt in meinen Augen zutrifft.

Das Bild einer Maske aus der Pfarrkirche in Marktgröningen nördlich von Stuttgart wirkt so ganz anders und faschingshaft als die Salzburger Masken, Bilder von Masken und Köpfen aus Landshut und Bingen, Altötting, Bremen, Kilpeck, Zürich und anderen Orten Europas scheinen wohl ergänzend verwendet worden zu sein mangels Bildmaterial aus der näheren Umgebung. Obwohl natürlich auch von dieser Region viele Detailaufnahmen im Buch geboten werden. Auch das Ortsregister führt überwiegend Ort aus Europa an.

Aber da bin ich auch schon bei Schwachpunkt, der sich für mich gezeigt hat: Natürlich hat das Buch ein Inhaltsverzeichnis und ein Ortsregister, aber irgendwie hatte ich beim Lesen immer das Gefühl, in jedem Kapitel auch etwas von anderen und umgekehrt vorzufinden. So wird die Bedeutung der Löwendarstellung in einem eigenen Kapitel über die Bedeutung von Tiere erläutert. Man findet aber auch weitere Erklärungen an anderen Stellen im Buch. Also, etwas unruhig geschrieben, keine klare Inhaltstrennung.

Mich irritierte auch die sehr steife französische Broschur (Bindung), die mich über das übliche Maß an Kraft kostete sowie die für mich schwer lesbare hellgraue Schriftfarbe in durchaus lesbarer Schriftgröße.

Inhaltlich sicherlich reich an Informationen, wie an Hand des Kapitels „Deutung der Kopfskulpturen“ mit den Themen u.a. „Auftraggeber und Bildhauer“, „Programme“, „Nichtmenschliche Wesen“, „Apotropäische Schreckgestalten“, „Bedeutungsloses Zierwerk: Drôlerien“ zu erkennen ist. Doch der „spezifischen Entwicklung in Salzburg“ sind dann lediglich zwei Seiten gewidmet. Bibliografie, Glossar, erwähntes Ortsregister, mehr als 130 Schwarzweißbilder und 15 Farbbilder schließen das Buch ab.

Unter anderem werden Köpfe und Masken der Filialkirche Maria Himmelfahrt in Irrsdorf, der Franziskanerkirche in der Salzburger Altstadt oder der Kirche Mariae Himmelfahrt (Abtei Nonnberg) behandelt.

Rezension 2

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Quelle