Katschbergrennen

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Das Katschbergrennen war eine gefürchtete Teiletappe der Alpenfahrt für Motorräder in den 1910er und 1920er Jahren.

Allgemeines

Aus den Durchführungsbestimmungen des Jahres 1914 geht hervor, dass die vorgeschriebene Maximalzeit für Wagen bis 2.000 cm³ 40 Minuten betragen hatte, für Wagen von 4.700 cm³ schon nur mehr 17 Minuten. Damals führte die Wertung noch über sechs Kilometer, später dann nur mehr über fünf.

Das Rennen

Nehmen wir das Katschbergrennen 1925, das am 21. Juni im Rahmen der zweiten Etappe der Alpenfahrt stattfand. Die schnellste Fahrt gelang dem späteren bekannten Techniker Robert Eberan von Eberhorst auf Matchless mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 64,377 km/h - und dies auf der damals wie heute steilen, aber damals noch geschotterten Katschbergstraße! Allerdings wurde ihm diese Zeit wegen dreimaligem Starts im Nachhinein wieder aberkannt. Daher gelang dem Briten George Brough auf (s)einer Brough (er war der Konstrukteur dieser Marke) mit einer Zeit von 5:32,1 Minuten (54,200 km/h) die schnellste Fahrt auf der fünf Kilometer langen Strecke.

Von Eberhorst musste seinen ersten Versuch aufgrund eines heftigen Regengusses nach einem halben Kilometer unterbrechen und anhalten. Beim zweiten Versuch kam er zu Sturz und fuhr dann eben beim dritten Versuch eine Zeit von 4:39,6 Minuten, die nicht anerkannt wurde. Der Salzburger Eddy Meyer gewann diese Teiletappe in der Klasse G1 bis 1.000 cm³ auf Bourgh Superior in einer Zeit von 6:07,8 (48,939 km/h).

Quelle

  • österreichisches Motorradmagazin "Das Motorrad", Jahrgang 1925, Ausgabe 5 (aus dem Archiv von Helmut Krackowizer)