Maunzteufel

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Der Maunzteufel.

Der Maunzteufel ist eine Skulptur in der Flachgauer Gemeinde Anthering.

Geschichte

Ein Flugblatt, das 1531 erschien, zeigt ein in der Nähe der Stadt Salzburg gefundenes Tier und beschreibt es auf französisch. 1551 erschien dann von Conrad Gessner ein Tierbuch, in dem er vom Forstteufel Bisthuomb zuo Saltzburg im Hanßberger Forst berichtet.

Um 1700 ließ Fürsterzbischof Johann Ernst zwei Skulpturen des „Monstrums“ von einen unbekannten Bildhauer nach dem nach dem Vorbild eines Gemäldes in Gessners „Thierbuch“ (1563) anfertigen. Ein Forstteufel steht im Schlosspark von Hellbrunn in den Wasserspielen Hellbrunn. Die zweite Skulptur, der „Maunzteufel“, befand sich später im Park von Schloss Kleßheim. Von dort wurde er am 1. Juli 2001 nach Anthering als Dauerleihgabe des Landes Salzburg verliehen. Dort befindet er sich seither in einer Nische der Friedhofsmauer.

Beschreibung

Die aus weißem Marmor geschlagene Gestalt des Maunzteufels (0,85 mal 0,4 Meter) ist in einer nach Südwesten ausgerichteten, segmentbogigen Nische in der Friedhofsmauer untergebracht.

Auf der in die Mauer eingelassenen Tafel unter der Figur steht die Inschrift:

Anno 1531 ist ein so gestaltetes Monstrum so man Forstteufel genennt, unter Regierung Cardinal Erzbischoffens zu Salzburg Matthäi Lang in Haunsperg auf einer Jagd gefangen worden, es war alth von farb, gantz wildt und wolte die Leuth nit ansehen, sondern verbarg sich in die Winckel, trug einen Hahnenkhamb auf dem Haupt, hatte ein Menschenangesicht mit Bart, Adlerfueß, schier Löwentatzen und einen Hundßschweiff, starb bald Hungers man mecht ihm vil so lieblich lockken oder sovill gewalts anthuech, daß es esßen oder trinckken wollte.

Quellen