Natur- und Europaschutzgebiet Rotmoos-Käfertal

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Teilansicht des Rotmooses im Ferleitental, vom Weg zur Trauneralm aufgenommen
Teilansicht des Rotmooses im Ferleitental, vom Weg zur Trauneralm aufgenommen

Das Natur- und Europaschutzgebiet Rotmoos-Käfertal im Ferleitental im Pinzgau ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete im Bundesland Salzburg.

Daten

Es hat eine Fläche von ca. 58 ha und liegt in der Gemeindegebiet von Fusch an der Großglocknerstraße im Talschluss des inneren Fuscher Tales (Ferleitental) in einer Seehöhe von 1 250 bis 1 300 m ü. A. inmitten der Hochgebirgslandschaft der Hohen Tauern.

Pflanzen

Man findet im Rotmoos zahlreiche für Feuchtgebiete charakteristische Pflanzenarten, unter denen das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) - ein Orchideengewächs - besonders hervorzuheben ist, weil es in tausenden Exemplaren vor allem zur Blütezeit im Frühsommer einen unvergesslichen Eindruck vermittelt; diesem Umstand verdankt das innerste Fuscher Tal seinen Beinamen "Tal der Orchideen".

Status

1995 wurde das Rotmoos im Ferleitental (inneres Fuscher Tal) als erstes Gebiet im Land Salzburg gemäß Artikel 2 der Ramsar-Konvention[1] als "international bedeutendes Feuchtgebiet" anerkannt.

Problematik

Im Zuge der Erneuerung des Kraftwerks Bärenwerk möchte man das Rotmoos teilweise erschließen. Was von den Naturschützern heftig bekämpft wird, zumal es im Nationalpark Hohe Tauern liegt, von den Energiemanagern jedoch unbedingt gefordert wird (Stand Oktober 2009).

Quellen und Fußnoten

  1. Die Ramsar-Konvention wurde im Jahr 1971 im persischen Ramsar verabschiedet, ihr offizieller Titel lautet "Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung". Die Republik Österreich ist diesem Übereinkommen im Jahr 1983 beigetreten. Der volle Wortlaut der Konvention ist im Bundesgesetzblatt Nr. 225/1983 abgedruckt