Rudolf Lederer

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Rudolf Lederer

Rudolf Lederer (* 30. August 1907 in Saalfelden; † 5. September 1988 ebenda) war ein Saalfeldner Kaufmann und Besitzer des Mode und Textil Lederer-Geschäfts.

Leben

Rudolf Lederer wurde 1907 als siebtes von elf Kindern der Kaufleute Anna und Peter Lederer in Saalfelden geboren. Nach Absolvierung der Bürgerschule in seiner Heimatgemeinde stieg er früh in den elterlichen Betrieb ein und erlernte das Kaufmannsgewerbe. Es folgte eine Ausbildung zum Dekorateur in der deutschen Hansestadt Hamburg.

1934 starb Vater Peter Lederer, woraufhin Alois und Rudolf Lederer die Geschicke der Firma Peter Lederer leiteten. Kurz vor dem Antritt des Militärdienstes heiratete Lederer seine Frau Anna aus der Gasthaus- und Brauhausbesitzerfamilie Huber in Kirchberg in Tirol. Im gleichen Jahr kam Tochter Irmgard zur Welt, es folgten Tochter Herta und Sohn Peter.

Im Sommer des Jahres 1939 wurde Rudolf zum Heer nach Lienz in Osttirol einberufen, wo Teile der 3. Gebirgsdivision ausgebildet wurden. In den Kriegsjahren 1939 bis 1943 nahm Lederer in der Tragtierkompanie des Gebirgsjäger-Regiments 139 der 3. Gebirgsdivision am Norwegen- und Russlandfeldzug teil. Ende 1943 starb unerwartet sein Bruder Alois und Lederer wurde vom Kriegsdienst freigestellt, um das gemeinsame Geschäft weiterführen zu können.

Rudolf Lederer führte von nun an den Betrieb alleinverantwortlich. Sehr bald erkannte er, dass die stärker werdende Konkurrenz den Lebensmittelhandel immer unattraktiver machte und er beschäftigte sich intensiv mit dem Aufbau eines breiten Textilsortiments. 1952 ging er daran, auf dem Areal des Simonwirtsstalles einen modernen und für damalige Verhältnisse großen Neubau zu errichten, der ausschließlich als Textilhaus genutzt werden sollte. 1956 wurde das neue Betriebsgebäude eröffnet. Es war das größte und fortschrittlichste Geschäft für Textilwaren im Land Salzburg.

Seine Frau Anna und die Geschwister Josef, Ernst und Maria waren ebenfalls im Geschäft tätig und hatten maßgeblichen Anteil am Erfolg des Unternehmens. In den Folgejahren vergrößerte Rudolf Lederer durch etappenweise Zu- und Erweiterungsbauten das Textilhaus auf eine Geschäftsfläche von 3 000 Quadratmetern. Es wurde zum Leitbetrieb der Region für Bekleidung, Wäsche, Bettwaren, Teppiche und Heimtextilien. Rund 50 Mitarbeiter hatten einen krisensicheren Arbeitsplatz am neuen Standort.

Schon früh traten auch die Kinder Lederers in den Familienbetrieb ein. Am 5. September 1988 verstarb Rudolf Lederer, dessen ganze Sorge dem Aufbau des Betriebes galt und der bis zu seinem Tode die Firmengeschicke selbst leitete. Das Unternehmen Mode und Textil Lederer wurde nach dem Tod von Rudolf Lederer von seinen drei Kindern Herta Lederer, Irmgard Schneider und Peter Lederer in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung gemeinschaftlich geführt.

Leistungen

Aufbau eines der größten Häuser für Mode und Textilien im Land Salzburg

Ehrungen

Kinder

  • Herta Lederer, Kauffrau
  • Irmgard Lederer, verheiratete Schneider, Kauffrau
  • Peter Lederer, Kaufmann

Literatur

  • Museumsschrift zur Sonderausstellung 200x200
  • Chronik Saalfelden
  • Chronik Peter Lederer GmbH & Co Kg

Quellen

Museumsschrift zur Sonderausstellung 200x200
Chronik Saalfelden
Chronik Peter Lederer GmbH & Co Kg