Schwarzhalstaucher

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Die drei hier eingestellten Bilder zeigen einen Schwarzhalstaucher als Wintergast auf dem Zeller See
Schwarzhalstaucher
Schwarzhalstaucher, Zeller See, Winter 2018

Der Schwarzhalstaucher (Black-necked Grebe / Podiceps nigricollis) ist ein ausgesprochen seltener Wintergast auf heimischen Seen.

Beschreibung

Der Schwarzhalstaucher gehört zu den Lappentauchern (Podicipediformes) und ist somit mit dem Bindentaucher, dem Zwergtaucher, dem Haubentaucher, dem Rothalstaucher, dem Prachttaucher und dem Ohrentaucher verwandt. Der Schwarzhalstaucher erreicht eine Körperlänge von 28-34 cm. Er ist kleiner als der Ohrentaucher und seine Gestalt erinnert an den Zwergtaucher, mit dem man ihn daher aus der Ferne oder auf den ersten, oder mit unkundigem Blick leicht verwechseln kann. Auffallend sind bei genauem Hinsehen „die steile Stirn mit gerundetem oder über dem Auge spitz zulaufendem Scheitel, schlanker, in aufgeworfener Spitze endender Schnabel“. Letzteres Merkmal ist jedoch nur aus der Nähe und im Profil erkennbar. Was ihn auch vom Zwergtaucher deutlich unterscheidet ist die rote Iris. Im Prachtkleid ist der Schwarzhalstaucher mit seinem herabhängenden gelben Ohrbüschel unverwechselbar. Im Schlichtkleid (Winterkleid) dehnt sich das Kopfmuster schwärzlich vom Scheitel auf die Ohrdecken und weist einen weißen Halbmond auf den Nackenseiten auf. (Auf dem ersten Foto deutlich zu sehen.)

Der Schwarzhalstaucher brütet oft vergesellschaftet mit Lachmöwen oder Trauerseeschwalben auf flachen Binnengewässern mit reicher Vegetation vorwiegend im asiatischen Raum, sowie punktuell auch in West- Mittel- und Südeuropa. Er überwintert jedoch an Küsten und an Binnengewässern in West- und Südeuropa. Das ist auch der Grund, warum er im Winterhalbjahr gelegentlich auch auf heimischen Seen auftaucht.

Der Schwarzhalstaucher in Salzburg

In ganz Österreich kommt der Schwarzhalstaucher in nur bis zu 30 Brutpaaren vor und gilt als gefährdet. Im Bundesland Salzburg ist er lediglich Wintergast und selbst als solcher ist er nur selten zu entdecken. Umso größer ist die Freude von Vogelbeobachtern, wenn er sich denn einmal blicken lässt.

Ringmeldung

Es macht Sinn, beim Beobachten von Vögeln oder bei der Auffindung von toten Vögeln auch einen Blick auf eine eventuelle Beringung zu werfen. Ringfunde können jederzeit nach Radolfzell[1] gemeldet werden und sind ein aktiver Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung und zum Schutz der Vögel Europas. Wer einen Ringfund meldet, erhält nachfolgend einen Lebenslauf des betreffenden Vogels, was sehr interessant sein kann.

Quellen

  • Slotta-Bachmayr, Leopold, Medicus, Christine, Stadler, Susanne: Rote Liste der gefährdeten Brutvögel des Bundeslandes Salzburg, Naturschutzbeiträge 38/12, HG Amt der Salzburger Landesregierung, Referat 13/02 – Naturschutzfachdienst, Salzburg 2012, S. 25
  • Killian Mullarney, Dan Zetterström, Lars Svensson, Der Kosmos Vogelführer, Große Ausgabe, 2. Auflage des 2011 erschienenen KOSMOS-Vogelführers, S. 64-65