Zwergtaucher

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Zwergtaucher im Prachtkleid, Speicher Klammsee
Zwergtaucher im Schlichtkleid, Zeller See
Zwergtaucher auf dem Zeller See
Größenvergleich Zwergtaucher (vorne) und Blässhuhn dahinter

Der Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) gehört wie der Haubentaucher und der Rothalstaucher zur Familie der Lappentaucher (Podicipediformes).

Beschreibung

Er fällt durch seine Kleinheit und seine rundlich-kompakte Körperform auf. Er ist der kleinste Taucher und kann bei einem nur flüchtigen Blick in der entsprechenden Jahreszeit mit einem Entenküken verwechselt werden. Sein Hals ist kurz, der Schnabel klein und gerade. Im Prachtkleid sind die Kopfseiten und der Vorderhals kastanienbraun und er zeigt auffallend grün-gelbe Schnabelwinkel. Im Schlichtkleid ist sein Gefieder dunkelbraun und beige, Hals und Wangen erscheinen sandbraun. Im Jugendkleid trägt er dunkle Streifen unter und hinter dem Auge und die Schnabelbasis ist gelblich-rosa. Im Winter bleibt er stumm, in den anderen Jahreszeiten gibt er weit hörbare hohe und bibbernde Triller, die wie „bibibibibi“ klingen, von sich.

Lebensweise und Vorkommen in Salzburg

Der Zwergtaucher ernährt sich vorwiegend von kleinen Fischen. Er tritt im Bundesland Salzburg, das für viele Vogelarten Rast- und Überwinterungsmöglichkeit bietet, als Durchzügler und Wintergast regelmäßig auf und sein Bestand liegt gemäß den Zählungen in den letzten zehn Jahren im Winter bei rund 50 Tieren. Im Bereich des Westufers des Zeller Sees, zusammen mit dem Naturschutzgebiet Zeller See ein für Durchzügler und Wintergäste wichtiges Gebiet, sind im Winter immer ein bis vier Zwergtaucher zu beobachten.

Ringmeldung

Es macht Sinn, beim Beobachten von Vögeln oder bei der Auffindung von toten Vögeln auch einen Blick auf eine eventuelle Beringung zu werfen. Ringfunde können jederzeit nach Radolfzell[1] gemeldet werden und sind ein aktiver Beitrag zur wissenschaftlichen Erfassung und zum Schutz der Vögel Europas. Wer einen Ringfund meldet, erhält nachfolgend einen Lebenslauf des betreffenden Vogels, was sehr interessant sein kann.

Quellen

Einzelnachweis