Stephanitag

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Der Stephanitag am 26. Dezember ist der zweite Weihnachtsfeiertag.

Geschichte

Stephanus war einer der sieben Diakone der Jerusalemer Urgemeinde und dürfte hellenistischer Abstammung gewesen sein. Seine Biografie ist in der Apostelgeschichte (Apg. 6–8) überliefert. Er wurde gesteinigt und war der erste Märtyrer (Erzmärtyrer) in der Kirchengeschichte.

Der Stephanitag gilt auch als einer der Schlenkeltage.

Bräuche

Es war der traditionelle Tag, an dem man Besuche "zum Christbaum Anschauen" machte. Auch wurden an diesem Tag das Störibrot und das Kletzenbrot angeschnitten.

Traditionell ist auch die Speisensegnung an diesem Tag nach der Messe (Wein, Wasser, Salz, Brot und Getreide). Bereits zur Zeit von Kaiser Karl der Große (* 747; † 814) wird gesegneter Rotwein, die Stephansminne, erwähnt. Wie von der Johannesminne erhoffte man sich davon Hilfe in schwiergen Lebenssituationen und einen guten Tod. Tier und Mensch soll das Stephansbrot Segen bringen und Haus und Hof, besprengt mit Stephanswasser, schützen. Die Bauern streuten gesegnetes Saatgut auf ihre Felder, besonders Hafer. Dieses gaben sie dem Futter ihrer Tiere bei, um Ertrag und Gesundheit zu sichern.

Als "großer Pferdetag" mit Segnung und Umritten galt früher vielerorts dieser Tag.

Stephanitag und Salzburg

Am Stephanitag startet der 1. Salzburger Modelleisenbahn Club seine jährliche Eisebahnausstellung im alten Stellwerk 7 des Bahnhofes Gnigl.

Ebenfalls an diesem Tag findet (oder fand zumindest früher) das Joseph-Mohr-Gedächtnissingen in Wagrain.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand am Stephanitag 1946 der landesoffenen Spezial-Torlauf des ATSV Itzling auf der Bauemwiese des Gaisberg statt.[1]

Quelle

Einzelnachweis

  1. ANNO, Salzburger Volkszeitung, Ausgabe vom 23. Dezember 1946, Seite 4