Salzburger Volkszeitung

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Die Salzburger Volkszeitung war lange Zeit als Tageszeitung die Parteizeitung der ÖVP. Sie erschien am 23. Oktober 1945 zum ersten Mal unter der Herausgeberschaft von Josef Rehrl.

Geschichte

Bedingt durch die beschränkte Papierzuteilung durch die Amerikaner waren die ersten Ausgaben im Kleinformat, erst einige Monate später konnte sie im Großformat erscheinen. 1946 übernahm der Salzburger Pressverein als Eigentümer und Herausgeber die "Salzburger Volkszeitung" als quasi Nachfolgezeitung für die 1938 von den Nationalsozialisten eingestellte Salzburger Chronik. Jedoch blieb die "Salzburger Volkszeitung" nach Ziel und Aufgaben die Zeitung der ÖVP.

Ab 5. April 1968 erschien die "SVZ" als Wochenzeitung in Verbindung mit dem "Salzburger Volksboten", eine vom Eigentümer Pressverein herausgegebene Wochenzeitung. Die ÖVP übernahm die Herausgeberschaft; Eigentümer und Verleger blieb der Pressverein.

Ab 3. November 1971 wurde die "SVZ" wieder eine Tageszeitung. Neuer Chefredakteur war der aus dem Pressereferat der ÖVP-Bundesparteileitung in Wien kommende Willi Sauberer. Er entwickelte erstmals ein Konzept für die Zeitung, das lokale Ereignisse stärker brachte. Nicht nur im Lokalteil, sondern auch in Wirtschaft, Kultur und Sport. Es entstand eine Zusammenarbeit mit der Kärntner und der Tiroler Parteizeitung. Ab Anfang 1976 wurden alle drei Zeitungen im Ring auf Kleinformat umgestellt.

Der Konkurs der "Kärntner Volkszeitung" und die Auflösung der zweiten Salzburger Parteizeitung, des "Salzburger Tagblattes", und dann die im Jänner 1990 erfolgte Einstellung der "Neuen Tiroler Zeitung" brachte die Auflösung des Zeitungsringes der drei Tageszeitungen.

In einer sehr schwierigen Zeit versuchte der damalige Verlagskoordinator und Chefredakteur Helmut Mödlhammer die Weiterführung der "SVZ" . Am 1. Juli 1990 übernahm die ÖVP vom Pressverein alle Eigentumsrechte, die Bundespresseförderung sicherte den Weiterbestand.

Anfang 2005 wurde die SVZ entpolitisiert. Die ÖVP Salzburg, unter Peter Haubner, leitete mit der Kündigung von altgedienten Journalisten eine Sanierungs- und Restrukturierungsprozess ein. Neuer Eigentümer wurde die oö. AISTLEITNER HOLDING im zweiten Quartal 2005.

Die Kooperation mit dem Oberösterreichischen Volksblatt wurde beendet, um dem Parteizeitungsimage entgegen zu wirken und die „SVZ“ wurde zur Gänze in Salzburg produziert.

Konkurseröffnung 2014

Am 5. August 2014 wurde bekannt, dass die Zeitung in den kommenden Tagen den Insolvenzanstrag stellen muss. Die Print-Produktion der Regional-Tageszeitung "Salzburger Volkszeitung" (SVZ) wurde bereits am 7. Juli eingestellt. Auch als ePaper werde die SVZ nicht mehr erscheinen. Das erst im März gegründete Online-News-Portal svz.at solle hingegen weiterhin bestehen bleiben. Medieninhaber und Herausgeber dieses Internet-Portals ist die Aida Werbung und Marketing GesmbH. 100-prozentiger Gesellschafter ist Geschäftsführer Martin Aistleitner.

Noch 2013 erhielt die SVZ aus dem Topf der Besonderen Presseförderung rund 650.000 Euro. Nach Änderung des Presseförderungsgesetzes sind nun aber zwölf statt sechs hauptberuflich beschäftigte Journalisten Voraussetzung, um diese Mittel zu erhalten. Für das Medienunternehmen sei es aber unmöglich, den Ausfall auszugleichen, hatte der Herausgeber nach Einstellung des Druckformats erläutert.

Am Landesgericht Salzburg wurde am 8. August 2014 das Konkurs­ver­fahren über das Vermögen der “Salz­burger Volks­zeitung” eröffnet. Schulden in der Höhe von 2,5 Mio. Euro steht ein Aktivver­mögen von rund 220.000 Euro gegenüber.

Presseförderung geändert

Aistleitner in der Aussendung: "Mitte Juni erlangte eine Änderung des Presseförderungsgesetzes Rechtskraft, mit der die Richtlinien für die sogenannte 'besondere Presseförderung' für das Jahr 2013 rückwirkend ausgehebelt wurden. Jeder der Verantwortlichen musste dabei wissen, dass von dieser Änderung ein einziger Titel in Österreich betroffen sein wird, die Salzburger Volkszeitung."

Herausgeber & Eigentümer

Als Herausgeber fungierte Martin Aistleitner, 100 %-Eigentümer der Aistleitner Media Holding, der „die SVZ in die erfolgreichste Zeit seit Bestehen führte.“ Letzter Chefredakteur war der Bruder des Herausgebers, Konnie Aistleitner.

Chefredakteure

Anschrift

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Quellen