Vincenzo Scamozzi

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Scamozzi, Portrait von Veronese

Vincenzo Scamozzi (* 2. September 1548 Vicenza; † 7. August 1616 Venedig, beide Orte im Veneto, Italien) war ein italienischer Architekt, der in der Altstadt von Salzburg den neuen Dom von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau plante.

Leben

Vincenzo Scamozzi war einer der großen Architekturtheoretiker an der Wende von der Renaissance zur Barockzeit. Er vollendete Andrea Palladios Teatro Olimpico und die berühmte Villa Rotonda, für die er die ausgeführte Flachkuppel entwarf (beides in Vicenza, Venetien, Italien). Außerdem schuf er mit der Villa Pisani ein Gegenstück zur Villa Rotonda. Wichtige Aufträge erhielt Scamozzi für Landhäuser im Veneto und nicht zuletzt für Venedig. "Seine "Idea dell'Architettura Universale" kann als Zusammenfassung der Architekturtheorien der Renaissance gelesen werden.

Grundrissplan von Scamozzi für den Neubau des Salzburger Domes (um 1604)

1604 wurde er von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau nach Salzburg berufen. Nach dem Brand des romanischen Doms 1598 hatte Wolf Dietrich von Raitenau die Ruine gemeinsam mit 55 Häusern, den Domfriedhof am Residenzplatz und Teile des Domklosters am Kapitelplatz niederreißen lassen, um Platz für einen neuen Dombau zu machen. Scamozzi entwarf einen Plan für den Neubau, der eine Länge von 139 m haben sollte. Aber noch vor der Realisierung wurde Wolf Dietrich abgesetzt. Sein Nachfolger Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems engagierte dann als Baumeister Santino Solari, der die Pläne von Scamozzi verwarf und einen neuen Dom in stark verkleinerter (139 m) und veränderter Form (90° gedreht) realisierte.

Weiterführend

Für Informationen zu Vincenzo Scamozzi, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen

  • diverse Internetseiten