Venetien

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Venetien (auch Venezien), die italienische amtliche Bezeichnung laut Regione del Veneto oder venetisch Vèneto, ist eine Region in Nordostitalien.

Geografie

18 391 km² und 4 907 529 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016); die regionale Hauptstadt ist Venedig. Venedig ist in einer Lagune im Norden der Adria auf Inseln errichtet, die überwiegend aus Holzpfosten erbaut wurden.

Salzburgbezüge

Seit Anfang des 21. Jahrhunderts gibt es alljährlich Venezianische Wochen im Gasthof Hohlwegwirt Hallein Taxach.

Padua

Padua, italienisch Padova, liegt 30 km westlich von Venedig im historischen Venetien in der heutigen Region Veneto. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit erlebte Padua mehrere Epochen wirtschaftlicher und kultureller Blüte. 1222 erhielt es die – nach Bologna und Modena – dritte italienische Universität. Einige der wichtigsten italienischen Künstler (Giotto, Donatello, Mantegna, …) lebten oder arbeiteten hier.

Padua war auch eine der Wirkungsstätten des Franziskaner hl. Antonius von Padua (* 1195; † 1231).

1405 verlor Padua seine politische Eigenständigkeit und kam unter die Herrschaft Venedigs. Mit Venedig teilte Padua von da an dessen territoriales Schicksal, stand somit von 1797 bis 1805 und von 1814 bis 1866 unter österreichischer Herrschaft.

Salzburgbezug

In einem Streitfall zwischen dem Erzbistum Salzburg und Herzog Heinrich XIII. holte Friedrich II. ein juristisches Gutachten der Universitäten Bologna und Padua ein. Dies war eine der frühesten Anwendungen von Universitätsgutachten in einem Rechtsstreit nördlich der Alpen.

Padua war auch ein Zentrum der Bildhauerei und Heimat der „paduanischen Bildhauerschule“, aus der von den Salzburger Fürsterzbischöfen beschäftigte Bildhauer wie Tommaso di Garona (* um 1620; † 1667) hervorgingen. Auch der Bildhauer und Stuckateur Ottavio Mosto, der um 1690 in Salzburg tätig war, stammte aus Padua.

Der hl. Antonius von Padua ist der Schutzheilige einiger Salzburger Kirchen, namentlich

In Salzburg tätige Personen studierten in Padua, wie Simon Rettenpacher OSB.

Venedig

Venedig

Italienisch Venezia, einst die Serenissima (die Erlauchteste) genannt, rund 262 000 Einwohnern[1].

Venedig hatte eine außerordentlich wichtige Bedeutung im Handel, der so genannte Venediger-Handel. So war Wilhelm Stumpf im Fernhandel mit der Lagunenstadt tätig, ebenso wie Hans Elsenheimer (Stadtrichter und Bürgermeister von Salzburg, Abgeordneter zum Landtag und Begründer des Hofbräu Kaltenhausen). Er verstarb bei einer Reise in Venedig.

Venezianische Baumeister legten 1512 und 1526 Zisternen auf der Festung Hohensalzburg an.

Venedig-Reisende

  • Der Lyriker Georg Trakl besuchte Venedig.
  • Christian Doppler, bedeutender Mathematiker und Physiker aus Salzburg, verstarb 1853 während eines Krankenurlaubs in Venedig im Alter von nur 49 Jahren.
  • Hier muss wohl Karl-Heinz Ritschel genannt werden, der auch einige Bücher über diese Stadt publiziert hat.
  • Architekt Ferdinand Aichhorn, für den seine Stamm-Trattoria dort eine Rolle spielt.

Zwar nicht dort gewesen, aber...

  • ... aufgrund eines Gelöbnisses, eigentlich an den hl. Antonius in Padua, gelangte der Salzburger Kaufmann Johann Kaufmann durch einen Handel mit einem in Venedig erwarteten Schiff, zu Reichtum. Damit konnte er sich das Gut in Söllheim bei Salzburg kaufen.
  • ... aufgrund eines Gelöbnisses, angeblich von einer Halleiner Weißwarenhändlerin, für die glückliche Rückkehr eines ihrer Schiffe nach Venedig entstand die Wallfahrtskirche zur Hl. Margaretha;

Kein Salzburger, aber...

Quellen

  • Salzburgwiki-Einträge, siehe Verlinkungen
  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Venedig"
  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Padua"
  • Stand 31. Dezember 2016