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Die Heiligen Drei Könige in Goldegg

Gemälde "Die Heiligen Drei Könige in Goldegg"

Die Heiligen Drei Könige in Goldegg ist ein Gemälde im Schloss Goldegg im Pongau.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Bild eines unbekannten Meisters stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das Bild ist mit dem Rittersaal, wo es an der Wand hängt, aufs Engste verbunden. Es ist die früheste Ansicht des malerischen Pongauer Ortes und sehr detailgetreu. Es zeigt eine der ältesten Ansichten Goldeggs. Es stellt die Heiligen Drei Könige dar, wie sie dem Jesukind huldigen. Im Hintergrund sieht man das Dorf Goldegg mit dem Schloss.

2010 Streit

Am 15. Dezember 2010 wurde am Landesgericht Salzburg ein Streit verhandelt. Der heutige Schlossbesitzer, die Gemeinde Goldegg, wurde von einem Verwandten der früheren Schlossbesitzerin, Galen, Clemens Galen, auf Herausgabe dieses Gemäldes geklagt. Der Kläger berief sich dabei auf ein Testament. In den Vorerhebungen wurde aber bekannt, dass der momentane Besitzer nicht der Käufer von Galen, die Erzdiözese Salzburg, auch nicht die Gemeinde Goldegg, sondern das Salzburg Museum sei. Kaiser Franz Joseph I. habe das Gemälde dem (damals) Salzburger Museum Carolino-Augusteum (heute Salzburg Museum) geschenkt.

Der Kläger hatte das Bild in London, Großbritannien, schätzen lassen, angeblich auf der Grundlage einer Postkartenansicht des Gemäldes. Sein kolportierter Wert: 260.000 Euro.

Das Landesgericht Salzburg hatte im Jänner 2012 die Klage abgewiesen. Galen hat aber berufen und will in zweite Instanz ans Oberlandesgericht Linz gehen. Er beruft sich auf ein Testament, in dem er als Erbe des Bildes angeführt ist. Dieses hänge als Leihgabe der verstorbenen Gräfin Galen im Rittersaall von Schloss Goldegg. Die Gemeinde Goldegg hingegen stellt sich auf den Standpunkt, sie habe das Gemälde im Jahr 1972 beim Kauf des Schlosses von der Erzdiözese Salzburg miterworben.

Bürgermeister Hans Mayr zeigte sich enttäuscht und werde sicherlich weder das Bild kaufen noch dafür Miete zahlen, sollte Galen mit seiner Berufung erfolgreich sein.

Restaurierung 2019

Am 11. April 2019 konnte das Gemälde nach einer dreimonatigen Restaurierung im Rittersaal des Schlosses Goldegg wieder aufgehängt werden. Nicht nur sein kunsthistorischer Wert hat das Bild berühmt gemacht. In jüngerer Zeit gab es einen Rechtsstreit darum, wem das Gemälde überhaupt gehört; sein Wert wurde vor einem Jahrzehnt auf rund eine Viertelmillion Euro geschätzt. All die Auseinandersetzungen sind Vergangenheit.

Das Gemälde war in keinem guten Zustand mehr, stellten nicht nur Experten fest. Jetzt erstrahlt es wieder. Rund 100 Arbeitsstunden hatte die Salzburger Restauratorin Heidemarie Weixler-Unterer hineingesteckt. Massive Schäden, zum Beispiel Risse, mussten im unteren Bereich an der ursprünglichen Leinwand behoben werden. Dazu kamen einige Wasserschäden.

Die vorletzte Restaurierung dürfte 40 bis 50 Jahre zurückliegen.

Keine Rettung mehr gab es (wegen einer Lücke) für den Schwanz eines abgebildeten Hundes. Den Schwanz einfach wieder hinzuzufügen, käme für Restauratoren nicht infrage. Nach dem Motto: „Das macht man nicht.“

Die um 1600 auf Leinwand gemalte „Anbetung“ gehört dem Salzburg Museum und wird als Leihgabe dauerhaft in Goldegg bleiben. Das versicherte Chefkurator Peter Husty.

Quellen