Egmont Foregger

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Egmont Foregger

Egmont Foregger (* 21. September 1922 in Salzburg; † 17. Mai 2007 in Bruck an der Mur, Steiermark) war Beamter und drei Jahre lang Justizminister.

Leben

Foregger gehörte über drei Jahrzehnte der Straflegislativsektion im Justizministerium an und war unter sechs Justizministern – zuletzt als Sektionschef – tätig, bevor er im Jänner 1987 als parteipolitisch ungebundener Justizminister ins Amt berufen wurde. Bei der Neuauflage der Großen Koalition konnten sich SPÖ und ÖVP nicht darauf einigen, welcher Partei das Justizministerium zugeschlagen werden soll. Man entschied sich für einen parteifreien Minister und ernannte den dienstältesten Beamten des Ressorts, nämlich den angesehenen Foregger, zum Ressortchef im Kabinett Vranitzky II.

Foregger bewies Mut vor Fürstenthronen. Er ließ zu, dass die Justiz ungehindert die im SPÖ-Umfeld angesiedelten Skandale (Lucona, Noricum, der Sinowatz-Prozess wegen falscher Zeugenaussage ...) aufarbeiten konnte. Was dazu führte, dass er nach den Wahlen 1990 nicht wieder bestellt wurde und hoch angesehen in Pension ging.

Foreggers Name ist unter anderem mit der "kleinen" und der "großen" Strafrechtsreform, jedoch auch mit Publikationen, Kommentaren und Gesetzesausgaben verknüpft. In der Öffentlichkeit war Foregger vor allem für seine umgängliche, menschliche Art bekannt.

Quelle

  • Salzburger Nachrichten (Andreas Koller)