Georg III. Stobäus von Palmburg

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Georgius Stobaeus Lavant.jpg

Georg Stobäus von Palmburg (* 1532 in Braunsberg, heute Braniewo, Polen; † 23. Oktober 1618 in Schloss Töllerberg bei Völkermarkt, Kärnten) war 1584 bis 1618 Fürstbischof des Bistums Lavant.

Leben

Georg Stobäus wurde am Collegium Germanicum in Rom ausgebildet, danach war er Pfarrer in Graz und Domdechant von Brixen. Am 19. Oktober 1584 wurde er vom Salzburger Fürsterzbischof Johann Jakob von Kuen-Belasy zum Bischof der Diözese Lavant ernannt. Die Diözese wurde vorher zwölf Jahre lang vom Seckauer Bischof Georg Agricola als Administrator verwaltet. Seine Situation als neuer Bischof war sehr schwierig, da der Großteil des Adels und der Bevölkerung lutherisch geworden war. Er begann mit einer Reform des Klerus und Visitationen der Pfarren seiner Diözese.

Erzherzog Ferdinand ernannte ihn 1597 zum Ratgeber und Statthalter für Innerösterreich. Diese Ämter übte Stobäus bis 1608 aus. 1598 arbeitete er für Ferdinand einen Plan zur Durchführung der Gegenreformation aus. Durch bewaffnete Reformkommissionen wurden diese Maßnahmen in der Steiermark, in Oberkärnten und in der Krain durchgeführt.

Auch wenn er ein eifriger Vertreter der Gegenreformation war, blieb er im persönlichen Umgang mit Protestanten rücksichtsvoll. Er strebte nicht nach Ehrenstellen und lehnte sogar die ihm angebotene Ernennung zum Kardinal ab. Er wurde in der Domkirche in St. Andrä bestattet.

Quelle

Zeitfolge
Vorgänger

Georg II. Agricola

Fürstbischof von Lavant
1584–1618
Nachfolger

Leonhard II. von Götz