Leonhard II. von Götz

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Leonhard von Götz (* um 1561 in Feldkirch, Vorarlberg; † 28. November 1640 in Graz) war Fürstbischof des Bistums Lavant.

Leben und Wirken

Leonhard Götz wurde als Sohn bürgerlicher Eltern in Feldkirch geboren, er war verheiratet und hatte zwei Kinder. Er studierte und promovierte zum Doktor beider Rechte. Er wurde er bischöflicher Hofkanzler in Konstanz und nahm im Juli 1609 an der Münchner Konferenz zur Gründung der Katholischen Liga teilnahm. Danach wurde er Geheimrat und Vizekanzler des Erzherzogs Ferdinand (des späteren Kaisers Ferdinand II.). 1617 wurde er königlich-böhmischen und 1618 königlich-ungarischen Geheimrat. Zu dieser Zeit hatte er bereits ein Kanonikat in Konstanz und Augsburg inne.

Auf Vorschlag Ferdinands bestimmte der Salzburger Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems den verwitweten Götz noch zu Lebzeiten von Georg Stobäus von Palmburg zu dessen Nachfolger als Bischof von Lavant. Am 21. Jänner 1619 wurde er zum Bischof ernannt, da Götz noch im Dienst des Kaisers stand wurde er erst am 12. Juli 1620 in Graz zum Bischof geweiht.

Am 6. September 1620 erhielt Götz das Amt des Statthalters von Innerösterreich, was er bis zum 26. August 1630 blieb. 1625 und 1638 nahm Götz an einer Reformkommission in Kärnten teil, die geheime Protestanten aufspüren und Geistliche und Beamten auf ihr katholisches Bekenntnis überprüfen sollte. Überdies förderte Götz die Ansiedlung von Kapuzinern in Wolfsberg (Kärnten) und Villach.

Bischof Götz starb 1640 in Graz. Er wurde zunächst in der Kirche von St. Florian beigesetzt, jedoch später in die Domkirche von St. Andrä überführt.

Quelle


Zeitfolge